Tommy Mütze

Eine Erzählung aus Südafrika. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013, Kategorie Kinderbuch

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medienprofile-Rezension

Ein neuer Mitschüler sorgt für Aufregung, hat er das Gesicht doch komplett verhüllt.
Irgendwo in einer südafrikanischen Bergarbeiterstadt. Hier gehen die besten Freunde Doogal und Dumiseni alias Doo-Dues in eine 4. Klasse. Das Buch beginnt Montagmorgen, als der Direktor der Klasse einen neuen Mitschüler vorstellt. Eine Tatsache, die noch nicht allzu viel Aufregung verspricht, doch Tommy MacAdam trägt eine Skimütze, die das gesamte Gesicht verdeckt und die er auch im Klassenraum nicht absetzt. Das sorgt für allerlei Verwunderung, auch die altkluge Cherise kann mit allem ihr zu Gebote stehenden psychologischen Geschick keine Antwort aus Tommy herauskitzeln. Auch die Doo-Dues kommen trotz unermüdlicher Anstrengung nicht hinter Tommys Geheimnis. Die wildesten Geschichten kursieren darüber was der Grund sein könnte für diese Vermummung. Tommy, der sich als geborenes Fußballtalent erweist, wird von älteren Kindern angegriffen, doch die Klasse steht hinter ihrem sonderbaren Zuwachs. Da Tommy nicht von seinen Mützen lassen kann, entschließt sich die Klasse initiiert durch die Doo-Dues zu einer ungewöhnlichen Solidaritätsbekundung. Am Freitagmorgen erscheint die komplette Klasse mit Kopfbedeckung, von kunstvoll drapierten Geschirrtüchern über Sturmmützen bis hin zu dekorativen Teewärmern. Und Erstaunliches passiert, selbst die schüchternste Mitschülerin traut sich vor der Klasse witzige Geschichten zum Besten zu geben. Und dann überrascht die Autorin noch mit einer Enthüllung, die ganz wunderbar Geschlechterklischees entlarvt. - Ein einfühlsames Buch, das an jeder Schule der Welt spielen könnte und an dem sich die Themen Andersartigkeit und Fremdsein ganz trefflich diskutieren lassen. Gleichzeitig ein Plädoyer für Vielfalt und Toleranz. Überall gerne empfohlen!

Dumisani und Doogal, alias Doo-Dudes, sind dicke Freunde und nie um eine gute Idee verlegen. Als mitten im Schuljahr Tommy neu in ihre Klasse kommt, sind aber auch sie erst einmal sprachlos. Dieser Neue trägt eine merkwürdige Mütze, die nur seine Augen freilässt und die er weder im Unterricht noch beim Sport auszieht. Was sagt man dazu?! Die Doo-Dudes rätseln über die Gründe, und bald schon ist die ganze Schule in Aufruhr. Die Spannung steigt von Tag zu Tag, erst am Freitag lüftet sich das Geheimnis.
Tommy Mütze ist ein engagiertes Plädoyer für Vielfalt und Akzeptanz und eine vergnügliche und spannungsvolle Geschichte aus dem heutigen Südafrika.

Jenny Robson ist in Südafrika geboren, und lebt heute in Botswana, einem Land, das sie sehr liebt. Für ihre zahlreichen Kinder- und Jugendbücher hat sie viele wichtige Auszeichnungen erhalten, darunter den UNESCO-Preis für Kinder- und Jugendliteratur im Dienst der Toleranz. Tommy Mütze ist ihr drittes Buch, das auf Deutsch übersetzt wurde. In ihrem Nachwort sagt Robson: Als ich ein kleines Mädchen war, galten bei uns in Südafrika die Apartheidgesetze. Ich war ein weißes Kind und durfte nur mit anderen weinen Kindern zur Schule gehen. Heute bin ich Lehrerin. In meine Klasse kommen schwarze, weiße und indische Kinder - und Kinder aus gemischten Familien. Das erinnert mich jeden Tag daran, dass in meinem Land ein Wunder geschehen ist.
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