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Und außerdem sind Borsten schön

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medienprofile-Rezension

Witzige Reime und Bilder über Schönheitsfehler und vermeintliche Schönheitsideale.
"Onkel Waldemar hätte lieber glattes Haar. Und Papas Kumpel Roderick findet sich am Hals zu dick. Seine Frau Brigitte möchte eine schlanke Mitte". So und ähnlich kämpfen sämtliche Figuren in diesem Bilderbuch mit kleinen oder größeren Schönheitsfehlern. In lustigen Reimen stellt Nadia Budde die Figuren dem Betrachter vor und setzt sie und ihre äußerlichen Macken mit groben Pinselstrichen gekonnt ins Bild. Dabei lässt die Verknüpfung von Reim und Bild den Betrachter immer wieder schmunzeln und die äußerlichen Unzulänglichkeiten der Figuren beginnen unwichtig zu werden. Bis am Ende Onkel Parzival feststellt: "Eins ist wichtig ... Wie du bist, so bist du richtig!" In diesem einfachen Reim fasst Nadia Budde die Botschaft ihre Buches zusammen: Messe dich nicht an vermeintlichen Schönheitsidealen. Es sind gerade deine kleinen Schönheitsfehler, die dich ausmachen und einzigartig erscheinen lassen. - Ein witziges Reim-Bilderbuch mit befreiender Botschaft, das Groß und Klein Freude beim Betrachten und Reimen bereitet und zur Diskussion über vermeintliche Schönheitsideale und über das Abweichen von diesen einlädt. Gerne empfohlen.



Stiftung Lesen-Rezension
Gut - eine klassische Tiergeschichte ist das eigentlich nicht: Neben Igeln, Hunden, Eulen, Katzen und schweineähnlichen Kreaturen trifft man hier auch auf Tante Polly, Onkel Waldemar und die Jungs und Mädchen aus der Nachbarschaft. Aber es geht definitiv auch um lästige Borsten, zu helles Fell oder einen schrumpligen Schildkrötenpanzer. Und diese tierischen Problemzonen werden genauso bejammert wie überschüssige Kilos am Bauch, ein zu großer Mund oder mangelnde Muskeln ... Nur dem "Onkel Parzival ... ist sein Äußeres egal! Alle anderen wissen ganz genau, was sie wollen: das, was sie nicht haben! Mit ihrem ganz eigenen, bissigen Witz nimmt Nadja Budde den Schönheitswahn aufs Korn und schafft es mühelos, das Streben nach Perfektion ins liebevoll Lachhafte zu ziehen. Die krakelig-krausen Tiere und anderen Wesen sind eines ganz bestimmt nicht: niedlich! Aber dafür taugen sie bestens zur lehrreichen Erheiterung - völlig unabhängig vom Alter des Betrachters. Perfekt begleitet von treffsicheren Reimen bietet diese wahrhaft tierische Schönheitskonkurrenz jede Menge Anlässe zum Lachen, Lästern und Drüber-Nachdenken ... Ab ca. 5 Jahren.

Wir wären doch alle gern ein bisschen schöner! Blonder, muskulöser, um die Hüften eine Spur schlanker. Kein Grund zur Scham, mit diesen eitlen Träumen snd wir nicht allein!
Nadia Budde holt die ganze schräge Verwandtschaft - von Onkel Waldemar bs Opa Archibald - jede Menge guter Freunde und illustre Nachbarn auf die Seiten dieses Bilderbuches und wir sehen gleich, wo es hapert:"Unser Nachbar Thilo Schramm hat zu viele Kilogramm". Der kleine Bruder Olli träumt von einem ordentlichen Bizeps, Waldemar von glattem Haar, die kleinen Jungs im Nachbarhaus wären gern wie Supermann und sind - wenn wir ehrlich sind - davon so weit entfernt wie ihre vierschrötigen Schwestern in Rosa von wahren Elfen.Und weil sie alle ganz hinreißend (und so lustig!) sind, wie sie da stehen, hadernd mit dem, was fehlt oder zuviel ist, spricht uns am Ende einer aus der Seele, den der ganze Firlefanz um die Schönheit nicht juckt. Es ist Onkel Parzival, dem ist sein Äußeres egal. Und der findet: "Eins ist wichti
g, wie du bist, so bist du richtig!" Und wenigstens kurzzeitig sind Onkel Waldemar, Thilo Schramm und unsere properen Elfen doch ziemlich erleichtert!

Nadia Budde, geboren 1967 in Berlin, studierte Grafik an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Für ihr erstes Bilderbuch "Eins zwei drei Tier" (1999) erhielt sie den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, "Trauriger Tiger toastet Tomaten" (2000) wurde mit dem Troisdorfer Bilderbuchpreis und dem Luchs der Jury von ZEIT und Radio Bremen ausgezeichnet. Die Comic-Biografie "Such dir was aus, aber beeil dich" (Fischer Schatzinsel, 2009) erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010. Nadia Budde lebt mit ihrer Familie in Berlin.
"Witzige Reime und liebevoll-bissige Zeichnungen charakterisieren die (Anti-) Helden, die nicht perfekt, aber doch hinreißend sind. Aus dem Spiel mit kleinen Schönheitsfehlern macht die Autorin ein großes Schmunzelvergnügen." WESTDEUTSCHE ZEITUNG
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