Alles Familie!

Vom Kind der neuen Freundin vom Bruder von Papas früherer Frau und anderen Verwandten. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011, Kategorie Sachbuch

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medienprofile-Rezension

Wie eine Patchwork-Familie entsteht und wie sie funktioniert.
Wie stellen wir uns die "Bilderbuchfamilie" vor? Frau und Mann heiraten, bekommen zwei Kinder und bleiben für immer zusammen. Das ist aber längst nicht bei allen so. Die Bilderbuchfamilie von Alexandra Maxreiner und Anke Kuhl ist deshalb eine Patchworkfamilie. So heißt das Buch im Untertitel: "Vom Kind der neuen Freundin vom Bruder von Papas früherer Frau und anderen Verwandten." In unterhaltsamer Form und in mit der Hand geschriebenen Texten erklärt das Buch, wie es dazu kommt, dass Vater und Mutter sich auch mal trennen, und wie dann neue Verwandtschaftsverhältnisse zustande kommen. Dabei helfen auch die originellen Zeichnungen. Das Buch beschränkt sich nicht auf die Patchwork-Familie, sondern erklärt beispielsweise auch, was eine SOS-Kinderdorfmutter ist und wie sich eineiige Zwillingen von zweieiigen unterscheiden. Dabei klammert das Bilderbuch auch nicht aus, dass es gewalttätige Eltern gibt und dass Familien sich auch streiten. Es bietet die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Familiensituationen auf lockere Weise auseinanderzusetzen, etwas zu lernen und sich gleichzeitig über die lustigen Bilder zu freuen. Büchereien müssen allerdings auf eine Schwierigkeit hingewiesen werden: Auf den letzten Seiten besteht die Möglichkeit, etwas über die eigene Familie in das Buch zu schreiben.

Jeder kennt die sogenannte Bilderbuchfamilie, bestehend aus Mama, Papa und Kind(ern). Daneben gibt es aber auch viele weitere Formen des Familienlebens. Sie alle sind hier versammelt: Alleinerziehende, Patchworkfamilien in ihren verschiedenen Mixturen, Regenbogen- und Adoptivfamilien. Unterhaltsam und mit viel Humor geht es außerdem um Bluts- und Wahlverwandtschaften, um Einzelkinderglück, Geschwisterstreit und die Möglichkeit, die gleiche Nase wie Opa abzukriegen.

Anke Kuhl, geb. 1970 in Frankfurt am Main, studierte nach dem Abitur Freie Bildende Kunst in Main und anschließend Visuelle Kommunikation in Offenbach. 1999 gründete Anke Kuhl die Ateliergemeinschaft 'labor' in ihrer Geburtsstadt Frankfurt. Dort lebt und arbeitet die Mutter zweiter Kinder heute als freie Illustratorin und Autorin. Es sind der hintergründige Witz und ihre liebevollen Betrachtungen, durch die sich Anke Kuhl in ihren Geschichten und Bildern hervorhebt. Für ihre Arbeit wurde sie unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Troisdorfer Bilderbuchstipendium und dem Eulenspiegel-Bilderbuchpreis ausgezeichnet.

Alexandra Maxeiner, Jg. 1971, studierte in Paris und Mainz Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft und Ethnologie. Seit 2002 ist sie als freiberufliche Autorin fürs Kinderfernsehen, Radio und Theater tätig und schreibt Bücher für Kinder und Erwachsene. Sie arbeitet in der Ateliergemeinschaft labor und lebt in Frankfurt am Main.
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