Bauhaus

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medienprofile-Rezension

Reich bebilderter Band über die 1919 begründete Stilrichtung.
Dieser reich bebilderte und ansprechend gestaltete Band (quasi eine Dauerausstellung in Buchform) informiert knapp, ja plakativ über verschiedene Facetten des "Bauhauses" von seiner offiziellen Gründung in Weimar 1919 über seine weiteren Stationen in Dessau (1925-1932) und Berlin (1932/33) bis zu der vom NS-Regime erzwungenen Auflösung (und darüber hinaus), aber auch über dessen bedeutendste Lehrer. Nach einer "Rückblende" (der Erste Weltkrieg und seine Folgen) werden Ausstrahlung und Anfeindungen des Bauhauses, sein Schulbetrieb (Labor der Moderne - das naturgemäß umfangreichste Kapitel), das Leben der "Bauhäusler" und ihre Gemeinschaft auf dem "Versuchsfeld Liebe" sowie das Nachwirken des Bauhauses und seine historischen Stätten heute thematisiert. Sofern das breiter einsetzbare Buch nicht schon im Bestand vorhanden ist (die vom Verlag angegebene "Überarbeitung" der gleichnamigen Erstausgabe von 2009 kann vom Rezensenten im Einzelnen nicht nachgeprüft werden), ist eine Anschaffung zu empfehlen.

Schon die Gründung des Bauhauses im Jahr 1919 glich einem gewaltigen Paukenschlag: Walter Gropius, Gründer der Kunstschule, beabsichtigte nichts Geringeres als die Grenzen zwischen Handwerk, Kunst und Technik aufzulösen. Was als Experiment begann, revolutionierte schon bald das Verständnis von Architektur, Kunst und Design. Gropius setzte seine ehrgeizige Vision mithilfe innovativer Künstler um, die er als Lehrer ans Bauhaus berief. Inspiriert vom avantgardistischen Geist der Schule, entwickelten sie neue künstlerische Ansätze und begründeten gemeinsam den Mythos Bauhaus. Autor Boris Friedewald erzählt die komplexe Geschichte dieser Kunstschule auf unterhaltsame und verständliche Weise. Zahlreiche historische und zum Teil erstmals publizierte Abbildungen machen die Menschen und Orte des Bauhauses lebendig. Ein abschließender Blick auf die weitreichende Wirkung des Bauhauses bis in die heutige Zeit hinein rundet das Buch ab.

Friedewald, Boris
Boris Friedewald, geboren 1969, studierte Kunstgeschichte, Pädagogik und Theaterwissenschaften in Bochum und Berlin. Bei Prestel sind von ihm u. a. Maria Sibylla Merians Reise zu den Schmetterlingen (2015), Die Tiere von Picasso (2014) und Paul Klee: Seine Sein Leben - Seine Kunst (2011) erschienen. Boris Friedewald lebt in Berlin.

"...übersichtlich, reich bebildert, sehr gut geschrieben (...) Eine gelungene Dauerausstellung in Buchform." Fachbuch-Journal
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DUMONT BUCHVERLAG , 2021
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