Republik der Taubheit

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Über Menschlichkeit in finsteren Zeiten - die weltweit gefeierte Parabel des Ukrainers Ilya Kaminsky. "Es ist ein Buch des sehr alten Wissens über etwas, das gerade erst geschieht." Marie Schmidt, SZ online

"Wir lebten glücklich während des Krieges", schreibt prophetisch der Ukrainer Ilya Kaminsky in seiner weltweit gefeierten Parabel. Als ein tauber Junge, der einem Puppenspiel zusieht, von Soldaten erschossen wird, leisten die Bewohner der okkupierten Stadt Vasenka Widerstand: Sie stellen sich taub und koordinieren ihren Protest in der Gebärdensprache. Unter den Oppositionellen sind auch Alfonso und Sonya, die ein Kind erwarten. Vasenka ist ein Kriegsschauplatz, aber auch ein Ort, an dem geliebt wird, wo Menschen einander Zeichen der Solidarität geben. Kaminskys Buch konfrontiert uns mit Kriegsbildern von unheimlicher Kraft: Es ist zugleich Liebesgeschichte, eine Elegie und ein dringendes Plädoyer gegen das Schweigen.

Kampmann, AnjaAnja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie studierte an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2013 erhielt sie den MDR-Literaturpreis, 2015 den Wolfgang Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März in Darmstadt, 2021 den Rainer-Malkowski-Preis. Bei Hanser erschienen ihr Gedichtband Proben von Stein und Licht (Lyrik Kabinett, 2016), ihr Debütroman Wie hoch die Wasser steigen (2018), für den sie mit dem Lessing-Förderpreis und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde, sowie zuletzt Der Hund ist immer hungrig (Gedichte, 2021).

"Fulminant bringt Ilya Kaminsky Hoffnung, Auflehnung und Ohnmacht in Sprachbilder, die man nicht mehr vergisst." Hansruedi Kugler, St. Galler Tagblatt, 13.06.2022

"Wenn man 'Republik der Taubheit' liest, am besten laut, wird man hineingezogen in einen Klangraum, in dem das Staunen, die Wut und die Trauer sich mehrdimensional entfalten [...] 'Republik der Taubheit' gilt einer universellen Menschlichkeit." Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 30.05.2022

"Ein derart wirkungsmächtiges politisches Gedicht ist schon lange nicht mehr geschrieben worden. [...] Es scheint, als sei plötzlich die poetische Zentralchiffre für die Auseinandersetzung mit dem Krieg in der Ukraine gefunden." Michael Braun, Tagesspiegel, 24.05.2022

"Ilya Kaminsky findet starke Bilder für unaussprechliche Grausamkeit wie auch für kleines Glück. Seine Sprache mäandert zwischen kritischer Distanz und schuldbehafteter Ambivalenz, mit der er als Ausgewanderter auf seine Heimat im Krieg blickt." Miri
am Zeh, Deutschlandfunk Kultur Lesart, 23.05.2022

"Doch was ist ein Mann, eine Frau, ein Kind, was ist Leben im Krieg? 'Die Stille zwischen zwei Bombardements.' Der Krieg vernichtet die Menschen, er vernichtet das Menschliche: Das - und das im Grunde Unbegreifliche daran - macht Kaminskys lyrisches Erzählen einem bis ins Mark spürbar." Anne-Catherine Simon, Die Presse, 21.05.2022
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