Doch das Böse gibt es nicht

PAL. 150 Min.

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Heshmat ist ein vorbildlicher Ehemann und Vater, jeden Morgen bricht er sehr früh zur Arbeit auf. Wohin fährt er? Pouya kann sich nicht vorstellen, einen anderen Menschen zu töten, trotzdem bekommt er den Befehl. Kann es einen Ausweg für ihn geben? Javad besucht seine Freundin Nana, um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Doch dieser Tag hält für beide noch eine andere Überraschung bereit. Bahram ist Arzt, darf aber nicht praktizieren. Als ihn seine Nichte Darya aus Deutschland besucht, beschließt er, ihr den Grund für sein Außenseiterdasein zu offenbaren.

DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT erzählt vier Geschichten über Menschen, deren Leben vor existenziellen Herausforderungen stehen. Sie werfen die Fragen auf, wie integer ein Mensch in einem absoluten Regime bleiben, welche moralische Schuld er ertragen kann, ohne zu zerbrechen, und zu welchem Preis es gelingt, die individuelle Freiheit zu bewahren.

Rasoulof, MohammadDer iranische Independent-Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Mohammad Rasoulof wurde 1972 in Shiraz (Iran) geboren. Während seines Soziologiestudiums startete er seine Laufbahn als Filmemacher mit Dokumentationen und Kurzfilmen. Sein erster Langfilm GAGOOMAN (THE TWILIGHT, 2002) wurde beim Fajr Film Festival im Iran als bester Film ausgezeichnet. Nach der Veröffentlichung seines zweiten Films JAZIREH AHANI (DIE EISERNE INSEL, 2005) geriet er in den Fokus der iranischen Zensurbehörden. Dies führte dazu, dass seine Möglichkeiten, Filme zu produzieren und im Iran zu zeigen, stark eingeschränkt oder untersagt wurden. Bis heute hat Mohammad Rasoulof sieben abendfüllende Filme fertiggestellt, keiner von ihnen konnte auf Grund der Zensurbestimmungen im Iran gezeigt werden, obwohl sie sich in anderen Ländern eines großen Publikumszuspruchs erfreuen.Rasoulofs Kino nutzte meist allegorische Erzählweisen als Ausdrucksmittel, bis er sich 2010 zu einer direkteren Form ent
schied. Im März 2010 wurde Rasoulof bei Dreharbeiten festgenommen, als er zusammen mit Jafar Panahi bei einem Film Regie führte. Im anschließenden Prozess wurde er zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, eine Strafe, die später auf ein Jahr reduziert wurde. Schließlich kam er auf Bewährung frei.Mohammad Rasoulof wurde für seine Filme mit vielen Preisen ausgezeichnet. 2011 gewann er in Cannes in der Sektion Un Certain Regard den Preis für die beste Regie für BÉ OMID É DIDAR (GOODBYE, 2011). 2013 erhielt er dort den FIPRESCI-Preis der Internationalen Filmkritik für DAST NEVESHTEHA NEMISOOZAND (MANUSCRIPTS DON'T BURN, 2013). Zuletzt gewann er 2017 den Un Certain Regard-Hauptpreis für LERD (A MAN OF INTEGRITY, 2017) beim Cannes Film Festival. Als er im September 2017 in den Iran zurückkehrte, wurde ihm offiziell das Verbot erteilt, das Land zu verlassen - ein Urteilsspruch, der bis heute gültig ist. Er wurde beschuldigt, die "nationale Sicherheit zu gefährden" und "Propaganda gegen die
muslimische Regierung zu verbreiten". Er wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, einhergehend mit dem Verbot der Mitgliedschaft in jeder Art von politischer oder gesellschaftlicher Organisation.All diese Einschränkungen haben Rasoulof nicht davon abgehalten, Filme zu machen. 2019 arbeitete er als Produzent und Drehbuchautor an den Spielfilmen HATCHBACK GHERMEZ (THE RED HATCHBACK) und PESAR-MADAR (SON-MOTHER). Außerdem vollendete er die Arbeit als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent an seinem neuen Spielfilm SHEYTAN VOJUD NADAR (DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT).

"Treibt die Stärken des iranischen Kinos auf die Spitze." Der Spiegel
"Ein verdienter Berlinale-Sieger" FAZ
"Ein Monument der Dissidenz" Frankfurter Rundschau
"Brilliant" Indiewire
"Absolut sehenswert, ein überzeugendes Statement für die Demokratie!" Amnesty Journal
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