Alleine war gestern

Roman

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medienprofile-Rezension

Süffig geschriebener, bereits verfilmter Roman über die Probleme und Chancen einer Alters-WG.
Fünf Freunde aus Studientagen - mittlerweile Anfang 60 - gründen eine Alters-WG. Nach anfänglichen Reibereien raufen sich die so unterschiedlichen Charaktere - zwei Frauen, drei Männer, ein Hund - zusammen. Ein buntes, abwechslungsreiches und manchmal spannungsreiches WG-Leben ist jedenfalls besser, als alleine zu versauern oder ins Heim zu ziehen. Als eine der Frauen, ausgerechnet die lustige, lebenszugewandte Uschi, einen Schlagfall bekommt, wird die Solidarität der WG auf eine harte Probe gestellt. Man einigt sich darauf, die stark gehandicapte Patientin gemeinsam zu pflegen, was sich aber, da sich auch keine Rehabilitationserfolge einstellen, zunehmend schwieriger gestaltet. Einer der Männer zieht aus. Ihm ist die persönliche Belastung zu groß. Und zu allem Überfluss entwickelt sich zwischen zwei Mitgliedern eine Liebesaffäre, was den Zusammenhalt der WG weiter schwächt und die Betreuung noch schwieriger macht. Schließlich geht Uschi notgedrungen-freiwillig ins Heim. Das darf dem - angesichts des Titels - enttäuschten Leser natürlich nicht zugemutet werden. Und so kommt am Ende alles wieder ins Lot. - Ein süffig geschriebenes, angenehm lesbares Mutmacherbuch, das ein ernstes gesellschaftlich drängendes Problem auf launige Weise aufgreift, was Denkanstöße geben kann, was freilich dem Realitätssinn des Lesers auch einiges abverlangt. Vor allem für ältere Leser zu empfehlen.

WG mit Anfang 60 - kann das gut gehen?

Ein herrlich skurriler, anrührender Roman über fünf Anfang Sechzigjährige, die ihrem Leben noch einmal einen neuen Dreh geben wollen. Sie heißen Ricarda, Philip, Uschi, Harry und Eckart. Sie sind allesamt Anfang bis Mitte sechzig, haben keine Lust alleine zu leben und gründen eine WG. Philip war über dreißig Jahre Arzt in Afrika, sein alter Studienfreund Harry fährt immer noch Taxi, Ricarda hat Probleme mit ihrer Tochter, Uschi verkauft Wurst und gute Sprüche, und Eckart hat den Grabstein seiner Frau dabei. Mit all ihren Macken, Hoffnungen und dem Kopf voller Pläne raufen sie sich zusammen. Doch dann hat ausgerechnet die flotte Uschi einen Schlaganfall. Mitten in der WG ein Pflegefall? Jetzt, wo der Spaß am dritten Lebensabschnitt gerade losging? Vorbei die weinseligen Doppelkopfrunden, fortan heißt es Teamgeist, Disziplin und vor allem: Nicht den Humor verlieren. Wunden reißen auf, Ideale zerplatzen, echte Freundschaften wachsen. Und mitten
drin werden Ricarda und Philip mit voller Wucht von lang vergessenen Gefühlen getroffen ...

Meier, Beatrice
Beatrice Meier wurde 1969 in Bochum geboren und studierte an der Universität Düsseldorf Literaturübersetzen. 2002 war sie Stipendiatin der Drehbuchwerkstatt München und nahm 2006 am Autorenprogramm an der Internationalen Filmschule Köln (ifs) teil. Für ihr Drehbuch zum Kinofilm »Abseitsfalle«, der auf vielen Festivals, aber auch auf DGB-Veranstaltungen und im Europäischen Parlament gezeigt wurde, erhielt sie 2013 beim Festival des Deutschen Films den Drehbuchpreis. »Alleine war gestern« ist ihr erster Roman. Er ist gerade verfilmt worden und wird im Frühjahr 2015 in der ARD ausgestrahlt. Beatrice Meier arbeitet und lebt in Straßburg.

"[...] genau der richtige Stoff für vergnügliche Lesenachmittage auf einer Parkbank." AWO Journal 20150701
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Ungekürzte Ausgabe, Lesung. 456 Min.
ARGON , 2015
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