Ein gerader Weg

Der katholische Journalist, Widerstandskämpfer und Märtyrer Fritz Gerlich

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Biografie eines kompromisslosen Gegners der Nationalsozialisten.
Diese Darstellung des Lebens von Fritz Gerlich ist nicht das Ergebnis neuer Forschungen, sie fußt auf den Büchern vor allem von R. Morsey und O. Dallera. Der Verfasser beschreibt die verschiedenen Abschnitte dieses aufregenden und aufsehenerregenden Lebens von der Kindheit in Stettin, seinen Studienjahren, seiner Tätigkeit im Archivdienst, seinem Karrieresprung zum Chefredakteur der Münchner Neuesten Nachrichten, seine vielseitige publizistische Tätigkeit, seine Konversion zur katholischen Kirche, seine enge Verbindung zum Kreis um die stigmatisierte Resl von Konnersreuth und seine Herausgabe einer eigenen Wochenzeitung, die schließlich "Der gerade Weg" hieß und deren erklärtes Ziel es war, kompromisslos Hitler und den Nationalsozialismus zu bekämpfen. Nach der sogenannten Machtergreifung Anfang 1933 fand das Wirken Gerlichs ein abruptes Ende. Er wurde gefoltert, eingesperrt und 1934 im KZ Dachau ermordet. Gerlich opferte sein Leben für seine christliche Überzeugung. Er war ein Mensch, der provozierte, auch nicht frei war von Fehlern, die Angriffsflächen boten. - Schade, dass der Verfasser völlig unnötig auf Seite 114 anmerken zu müssen meint, die Geister in der heutigen BRD seien "dämonisch kontaminiert". Davon abgesehen ist dieses Buch, das leicht verständlich geschrieben ist, zum ersten Kennenlernen von Gerlich geeignet.

Er war einer der ersten Gegner Hitlers und starb als eines der ersten Opfer der Nazis im KZ Dachau - der Journalist Fritz Gerlich (1883-1934), welcher bereits in den 1920er-Jahren als Chefredakteur der "Münchner Neuesten Nachrichten" zu Berühmtheit und Einfluss gelangt war. Nach seiner Konversion zur katholischen Kirche stieg Gerlich, der stets eine scharfe Feder führte, mit seiner Zeitung "Der gerade Weg" zum bekanntesten "Krawallkatholiken" seiner Zeit auf. Bestärkt wurde er von den mystischen Visionen der Therese Neumann von Konnersreuth und seiner unbestechlichen Wahrheitsliebe.

Dr. Stefan Meetschen, geboren 1969 in Duisburg, Diplom der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin. Promotion in Kulturwissenschaften an der Warschauer Hochschule für Sozialpsychologie. Journalist und Hörspielautor.
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