Ein großer Freund

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Stiftung Lesen-Rezension
Gute Freunde müssen sich nicht ähneln! Ansonsten hätte der kleine Rabe auch ein echtes Problem. Ganz aufgeregt erzählt er seiner Mama, dass er einen Freund gefunden hat - und der steht auch schon direkt vor dem Rabenfamilien-Baum. Es ist ... der Elefant! Im Unterschied zum kleinen Raben hat die Rabenmama da durchaus Bedenken. Wäre es nicht besser, einen Freund zu haben, der gleich groß ist? Über solche Zweifel setzt sich das Rabenkind aber souverän hinweg: Wenn es etwas tiefer fliegt und der Elefant ein bisschen hüpft, sind sie ja schon auf der Augenhöhe. Und beim auf-der-Wiese-Liegen sowieso. Bleiben noch die mangelnden Elefantisch-Kenntnisse. Aber der kleine Rabe ist sich ganz sicher: Mit Zeichen, mit Blicken und mit ganz viel Zuneigung werden sie sich trotzdem die schönsten Geschichten erzählen können ... Das aus dem Persischen übersetzte Bilderbuch ist ein wunderbares Plädoyer für den Mut, Unterschiede als Chance zu begreifen – wenn man bereit ist, aufeinander zuzugehen und sich um den anderen zu bemühen. Dabei wird durchaus auch Wert darauf gelegt, dass individuelle Besonderheiten geachtet werden: Der kleine Rabe will gar nicht ins tiefe Wasser stapfen oder mit dem Freund herumtollen. Schließlich ist er kein Elefant! Aber die Bedeutung einer Verständigung – auch jenseits von Sprache – wird selbst für jüngere Kinder nachvollziehbar. Und die farbarmen, aber keineswegs düsteren Bilder mit den eigenwilligen Perspektiven liefern jede Menge Impulse: zum Erzählen, zum Malen (wie sieht wohl das Tier aus, das zu dem langen Rüssel gehört?), für Bewegungsspiele, für die Beschäftigung mit Tiersachbüchern oder einfach: für eine besondere Vorleseaktion mit viel Zeit zum gemeinsamen Betrachten und Entdecken! Ab ca. 3-4 Jahren.

Eines Tages kam der kleine Rabe nach Hause geflogen und berichtete glücklich: "Mama, endlich habe ich einen Freund gefunden! Sieh mal, er steht gerade vor unserem Nest." Die Rabenmutter kann es nicht fassen, ausgerechnet ein Elefant!.Das kann nicht gut gehen!
Das Rabenmädchen aber ist erstaunt über die Sorgen der Mutter. Der Größenunterschied? Das ist allein eine Frage der Perspektive. Einen Streit? Nein, den wird es nicht geben. Und dass es der Elefantensprache nicht mächtig ist, kann nicht wirklich ein Problem sein: es gibt tausend Arten, miteinander zu kommunizieren.
Der Dialog zwischen der besorgten Rabenmutter und dem scharfsinnigen Rabenmädchen ist herzerwärmend. Bei allem Verständnis für die mütterlichen Ängste: die kindliche Unvoreingenommenheit ist unübertrefflich.
Der iranische Autor Babak Saberi und der Illustrator Mehrdad Zaeri haben für dieses Buch erstmals zusammengefunden. Mit Feder und Zeichenstift gelingt ihnen das, was man versucht ist, Herzensbildung zu
nennen.

Mehrdad Zaeri, geboren 1970 in Isfahan/Iran, flüchtete im Alter von 15 Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er in Mannheim. Er arbeitet seit 1999 als freischaffender Zeichner und Plakatkünstler. Seit 2001 begleitet er Theatergruppen mit projizierten Zeichnungen, die er live auf die Bühne zeichnet.Mit der Illustration des Chinesischen Dekamerons beginnt er einen neuen Weg in seinem Schaffen. Die Illustration von Büchern bildet für ihn den Schwerpunkt seiner künstlerischen Zukunft.
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