Träumende Schwestern

Eine Randgeschichte der Psychoanalyse

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Psychoanalyse fand in der Nachkriegszeit nicht nur auf der klassischen Couch statt, sondern auch in psychiatrischen Kliniken. Neben Patientinnen und Patienten wurden mancherorts auch Pflegende der "talking cure" unterzogen. Am Beispiel der Klinik von Münsterlingen am Bodensee untersucht dieses Buch Rollenverwischungen, die damit verbunden waren: Pflegerinnen wurden zu Patientinnen, ihr Vorgesetzter zum Analytiker und Arbeit und Therapie überlagerten sich. Soziale Schwierigkeiten und die Belastungen des Kliniklebens wurden in individuelle Störungen verwandelt und in eine psychoanalytische Sprache übersetzt. Herzstück der Analyse bildeten die Träume dieser sogenannten Schwestern, die gesammelt und gedeutet wurden. In ihnen wird nicht so sehr Persönliches als vielmehr die klinische Ordnung sichtbar, welche die träumenden Schwestern immer wieder unterwanderten.

Magaly Tornay lehrt und forscht an den Universitäten Zürich und Bern und ist zudem assoziiertes Mitglied des Zentrums Geschichte des Wissens.
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