Tewje, der Milchmann

Roman

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medienprofile-Rezension

Eine jiddische Familiengeschichte in fiktiven Briefen und Gesprächen.
Tewje "der Milchiger" ist v.a. bekannt durch das Musical 'Anatewka'. In diesem Roman in neuer Übersetzung von Armin Eidherr entsteht lange nach ihrem Untergang nochmals die Welt des osteuropäischen jiddischen Stetls. Eingebettet in eine unendliche Zahl von frommen Floskeln, oft veränderten und verballhornten bis sinnentleerten Bibel- und Talmudzitaten "erzählt" der Kleinhändler von den glücklichen und missgünstigen Momenten in seinem Leben, besonders wie es zuging, als er seine sieben Töchter verheiratete. Kennzeichnend ist der ausufernde Sprachstil - mit all den Einschüben des mündlichen Gesprächs. Tewje verzwirbelt sich oft in seinen Gedankengängen, bis nach zig Umwegen dem Leser der Fortgang wieder klar wird. - Der Autor gehört zu der Gruppe von Schriftstellern des 19. Jh. im Zarenreich, die es wagten, in der Sprache einer Minderheit zu schreiben. Selbst gut ausgebildet, sieht Scholem Alejchem selber Tewjes kleine Welt in den Ortschaften um Kiew schon ein wenig als anachronistisch an. Trotz des umfangreichen Glossars und der Erläuterungen durch den Übersetzer setzt die genussvolle Lektüre gute Kenntnisse der jiddisch-orthodoxen Denk- und Lebensweise voraus. - Für literarisch Interessierte.

Einer der berührendsten Romane der modernen Weltliteratur: eine Entdeckung!

Arm an Geld, reich an Kindern, träumt der Milchmann Tewje von einem Leben ohne Not und Leid. Doch nach einem unverhofften Geldsegen wendet sich das Blatt, und unser Held muss mitansehen, wie man ihm seine Familie und seine Heimat nimmt. So bleibt er ganz allein in der Welt zurück, mit nichts als seinem Gottvertrauen und seinem unerschütterlichen jüdischen Humor. Allen Schikanen des Daseins setzt er ein humanes, verschmitztes Trotzdem entgegen, das Trotzdem des wahren Humoristen, der noch unter Tränen lacht und scherzt.

Mit seinem Hauptwerk hat Scholem Alejchem seinen Ruf als einer der größten Humoristen der Weltliteratur begründet und dem untergegangenen Milieu des Schtetls ein Denkmal gesetzt. Keine nostalgische Verklärung, keine geschönte Idylle, sondern ein berührend tragikomischer Blick auf die Katastrophen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts drohend am Horizont aufziehen: Pogrome, Vertr
eibungen, Revolutionen. Dies macht den jiddischen Schicksalsroman zu einem der wichtigsten Bücher der Weltliteratur.

Alejchem, Scholem
Scholem Alejchem (1859-1916), eigentlich Schalom Rabinowitsch, aus der Ukraine stammend, wanderte 1905 in die Schweiz und dann nach Amerika aus. Bereits mit einundzwanzig Jahren Rabbiner, begründete er mit lebensnahen Milieu-Romanen seinen Ruf als größter Humorist der jiddischen Literatur. Die von ihm geschaffenen Charaktere aus allen Schichten des jüdischen Volkes Osteuropas haben geradezu metaphorische Bedeutung erlangt.

«Die einfühlsame Übersetzung des österreichischen Jiddisten Armin Eidherr bietet eine Gelegenheit, einen jiddischen Volksschriftsteller, der zugleich ein grosser Erzähler ist, kennenzulernen.» Neue Zürcher Zeitung, Stefana Sabin
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