Die Unschärfe der Welt

Roman. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2020 (Longlist)

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 Borromäusverein e.V.
Dies ist die Geschichte einer Großfamilie aus dem rumänischen Banat. Im Mittelpunkt steht Samuel, geboren in den siebziger Jahren, den die Leser/-innen im Verlauf des Romans aus verschiedenen Perspektiven kennenlernen. Sie sehen ihn mit den Augen seiner Mutter Florentine, einer schweigsamen, liebevollen Frau, seines Vaters Hannes, dem evangelischen Pfarrer des Dorfes, der wegen vieler Kontakte zu Ausländern bei der Securitate angeschwärzt wird, mit denen von Stana, mit der er seit Kindertagen befreundet ist und die ihn sein Leben lang begleiten wird. Sie sagt über Samuel, er ginge mit Worten um, "als würden sie sich durch übermäßiges Aussprechen abnützen." Auch Bene und Oswald, genannt Oz, mit dem er in einem Kleinflugzeug nach Westen flieht, zeichnen auf ihre Weise ein Bild von Samuel. Dabei ist die Familiengeschichte angenehm unspektakulär, es wird gelebt und gestorben, verraten und geliebt. Letzteres über Grenzen und Jahre hinweg. Mit großer Zärtlichkeit und Wärme erweckt die Autorin ihre Figuren zum Leben - in einer Sprache, die zum Niederknien schön ist. Iris Wolff erzählt von der Kraft und der Belastbarkeit von Familienbanden und verzaubert ihre Leser/-innen mit diesem Roman, den sie so schnell nicht vergessen werden. Christoph Holzapfel

(medienprofile-Rezension; ausgezeichnet vom Borromäusverein e.V. als Roman des Monats Oktober 2020)
 


Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2020, den Bayerischen Buchpreis in der Kategorie Belletristik 2020 sowie den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2020.

»Eine Autorin mit einem traumsicheren Sprachgefühl« Denis Scheck

»So schön hat noch niemand Geschichte zum Schweben gebracht.«
Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

Iris Wolff erzählt die bewegte Geschichte einer Familie aus dem Banat, deren Bande so eng geknüpft sind, dass sie selbst über Grenzen hinweg nicht zerreißen. Ein Roman über Menschen aus vier Generationen, der auf berückend poetische Weise Verlust und Neuanfang miteinander in Beziehung setzt. Hätten Florentine und Hannes den beiden jungen Reisenden auch dann ihre Tür geöffnet, wenn sie geahnt hätten, welche Rolle der Besuch aus der DDR im Leben der Banater Familie noch spielen wird? Hätte Samuel seinem besten Freund Oz auch dann rückhaltlos beigestanden, wenn er das Ausmaß seiner Entscheidung überblickt hätte? In »Die Unschärfe der Welt« verbinden
sich die Lebenswege von sieben Personen, sieben Wahlverwandten, die sich trotz Schicksalsschlägen und räumlichen Distanzen unaufhörlich aufeinander zubewegen. So entsteht vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks und der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein großer Roman über Freundschaft und das, was wir bereit sind, für das Glück eines anderen aufzugeben. Kunstvoll und höchst präzise lotet Iris Wolff die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache und Erinnerung aus - und von jenen Bildern, die sich andere von uns machen.

- Ernst-Habermann-Preis 2014
- Literaturpreis ALPHA 2018
- Otto-Stoessl-Preis 2018
- Thaddäus-Troll-Preis 2019
- Alfred-Döblin-Preis 2019 (Shortlist)
- Marieluise-Fleißer-Preis 2019

»Iris Wolff erzählt aus einer tiefen Ruhe heraus. Sie weitet dadurch die Zeit. Für ein Jahrhundert und etliche Menschenleben braucht sie nicht einmal zweihundert Seiten. Und nichts fehlt.«
Carsten Hueck, SWR2

Wolff, Iris
Iris Wolff, geboren in Hermannstadt, Siebenbürgen. Die Autorin wurde für ihr literarisches Schaffen mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter mit dem Marieluise-Fleißer-Preis und dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für ihr Gesamtwerk. Zuletzt erschien 2020 der Roman »Die Unschärfe der Welt«, der mit dem Evangelischen Buchpreis, dem Eichendorff-Literaturpreis, dem Preis der LiteraTour Nord sowie dem Solothurner Literaturpreis ausgezeichnet sowie unter die fünf Lieblingsbücher des Deutschen sowie des Deutschschweizer Buchhandels gewählt wurde. Die Autorin lebt in Freiburg im Breisgau.

»Der Roman ... hat ... auf ... knapper Länge eine große Geschichte zu erzählen.«Andreas Platthaus, FAZ, 27. August 2020»Iris Wolf erhält an den Rändern der politischen Systeme entlang und überschreitet diese. ... Die Autorin erzählt anrührend und aufwühlend, weil sie oft den realen Hintergrund im Unscharfen, ihr Personal und dessen Erlebnisse äußerst plastisch erscheinen lässt.«Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 24. August 2020»Es sind ... die Fäden, die sich unsichtbar zwischen den Menschen spannen, die das Buch so besonders machen.«Gabriele Weingartner, RHEINPFALZ, 24. August 2020»>Die Unschärfe der Welt< ist sicherlich einer der schönsten, mitreißendsten und feinsten Romane dieses Büchersommers, ja gar dieses Jahres.«Roland Freisitzer, Sand am Meer, 24. August 2020»Ein Glücksfall für die deutschsprachige Literatur.«Gérard Otremba, Sounds & Books, 22. August 2020»Iris Wolff schreibt Literatur, die sich Strömungen verweigert. Zeitlos und zauberhaft.«Jan Haag, Litos, 21. August 2
020»Die Autorin erzählt anrührend und aufwühlend, weil sie oft den realen Hintergrund im Unscharfen, ihr Personal und dessen Erlebnisse äußerst plastisch erscheinen lässt. ... Es gibt unerwartete Wiederbegegnungen, manche zu schön, um wahr zu sein, aber der Roman hat seine eigene Wahrheit. Wie gut, dass er zu den Nominierten für den Deutschen Buchpreis gehört.«Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 24. August 2020»Iris Wolff hat Sprachvermögen, das aus den Quartieren ihrer Bildung sowie aus der deutsch-rumänischen Sprachbürgerschaft ein Buch entwickelt hat, das ihr und auch den Leser eine Heimstatt sein kann. Dies vermag nur Literatur von Rang.«Matthias Buth, Herrmannstädter Zeitung, 14. August 2020
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