Die Erfindung des Lebens

Roman

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"Die Erfindung des Lebens": Hanns-Josef Ortheils Roman über den langen Weg zur Sprache, den kurzen Weg zum Erzählen und die Macht der Musik.
Wer mit dem Werk Hanns-Josef Ortheils vertraut ist, kennt die biographischen Umstände, aus denen es sich entwickelt hat. Es ist die etwa in den Essays "Das Element des Elephanten" (1994) erzählte Geschichte des letzten von fünf Kindern, das 1951 - nach dem tragischen Tod der Brüder - geboren wird und mit einer Mutter aufwächst, die sich in eine Welt des Schweigens zurückgezogen hat. Hier beginnt Ortheils abermals stark autobiographisch inspiriertes Buch. Es ist der Roman seines frühen Lebens, der Sprachentwicklungsroman eines musikalisch hochbegabten Kindes im gutbürgerlichen Kölner Milieu. Johannes lebt, angesteckt von der Sprachlosigkeit der Mutter, zunächst in einer stummen, fast autistischen Symbiose mit ihr, bis ihn der Vater in die großelterliche Gastwirtschaft im Westerwald mitnimmt. Durch einen recht unorthodoxen Sprachunterricht kommt es dort zu einer Wiedergeburt in der Sprache und - später in Rom - in der Schrift. Auf diese Weise kann man den Roman auch als Entdeckungsfahrt zur Literatur und zum Erzählen lesen. Der Reiz von Ortheils Roman liegt in der leichten, aber nicht leichtfertigen Behandlung von Kindheit, Sprachbewusstsein und Emanzipation. Dazu trägt auch der elegant in die Erzählung eingeflochtene Rahmen bei. Er spielt in Rom, wo der Erzähler bei seinem Versuch der Erfindung des Lebens über 50 Jahre später nicht nur in eine zarte amouröse Beziehung zu einer Italienerin gelockt, sondern auch mit deren musikalisch hochbegabter Tochter bekannt gemacht wird. Ein Déju-vu-Erlebnis der besonderen Art. - Ein eindringlich und malerisch erzählter moderner Bildungsroman, allen Büchereibeständen nachdrücklich zu empfehlen.




»Die Erfindung des Lebens« ist die Geschichte eines jungen Mannes von seinen Kinderjahren bis zu seinen ersten Erfolgen als Schriftsteller. Als einziges Kind seiner Eltern, die im Zweiten Weltkrieg und in der Zeit danach vier Söhne verloren haben, wächst er in Köln auf. Die Mutter ist stumm geworden, und auch ihr letzter Sohn lebt stumm an ihrer Seite. Nach Jahren erst kann er sich aus der Umklammerung der Familie lösen, in Rom eine Karriere als Pianist beginnen und nach deren Scheitern versuchen, mit dem Schreiben sein Glück zu machen ...

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den beliebtesten und meistgelesenen deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

"Hanns-Josef Ortheil hat den Roman seines Lebens geschrieben ..." Titel, Thesen, Temperamente
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