Datierung nach Sonnenfinsternissen und ihre Sinnhaftigkeit für das Mittelalter am Beispiel österreichischer Annalen.

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Finsternisse sind beeindruckende Naturereignisse, dies macht sich die Datierung nach Sonnenfinsternissen zunutze. Im Unterschied zu rein physikalischen oder chemischen Datierungsmethoden, die auf archäologische Funde angewiesen sind, stützt sich diese Datierungsform auf Textpassagen. Klaus Pührer zeigt anhand 16 ausgewählter Sonnenfinsternisse, die im Gebiet des heutigen Österreichs im Mittelalter auftraten, wie Sonnenfinsterniserwähnungen aus den Annalen der Klöster interpretiert werden können. Es spielen hier aus astronomischer Sicht das Delta t Problem und die komplexe Mondbewegung eine Rolle, aus historischer Sicht sind es unter anderem die Abhängigkeit der Annalen untereinander oder der Interpretationsspielraum bei den Übersetzungen aus dem Mittellateinischen. Zentral sucht Pührer, die Frage zu beantworten, ob sich mithilfe von Sonnenfinsternissen historische Quellen und Ereignisse datieren lassen.

Pührer, KlausKlaus Pührer wurde 1971 im oberösterreichischen Bad Ischl geboren. Von 1998 bis 2003 studierte Pührer in Salzburg Geschichte mit den Schwerpunkten Altertumskunde und Politikwissenschaft. 2007 schloss er ein Promotionsstudium der Philosophie im Fach Geschichte ab. Neben der Promotion widmete er sich Studien am Astronomischen Institut in Wien.
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