Die letzten Christen
Religiöses Buch des Monats

Die letzten Christen

Flucht und Vertreibung aus dem Nahen Osten

ADEO , 2016
Hardcover
Format 15x23 cm
ArtikelNr.: 90-283391
MedienNr.: 588166
ISBN/EAN: 9783863341183
17,99 €
medienprofile-Rezension

Von islamistischem Terror bedroht: Bericht über die Situation der Christen in Syrien und im Irak.
Andreas Knapp hat bei seiner Arbeit mit Flüchtlingen in Leipzig aramäische Christen kennengelernt. Einen von ihnen begleitete er zur Beerdigung seines Vaters in den Norden des Irak und berichtet von seinen Eindrücken. Die Menschen, die er in Ankawa und Umgebung trifft, erzählen ihm von ihrem Leben vor der Flucht, vom Terror der Truppen des "Islamischen Staates" und von Flucht und Vertreibung. Diese Geschichten strotzen vor Gewalt und sind schwer zu ertragen. Besonders beeindruckt hat ihn, dass die aramäischen Christen gewaltlos und friedlich geblieben sind, obwohl sie seit Jahrhunderten immer wieder gewaltsam unterdrückt worden sind. In seinen Bericht lässt Knapp immer wieder Informationen zur Geschichte der Christen in Syrien und im Irak einfließen und zu den verschiedenen Ursachen von Terror und Gewalt, die die Menschen zur Flucht treibt. Auch die spirituelle Dimension der Situation der Christen im Nahen Osten kommt zur Sprache. Angesichts der Gewalt und der Aussichtlosigkeit der Lage dieser Menschen schreibt er, er könne nichts anderes tun, als auf das Kreuz zu blicken und für die Menschen zu beten. "Vielleicht ist es ja genau dieser Blick, der den Christen aus dem Orient hilft, in ihrer Verzweiflung nicht bitter zu werden. Ihr Leiden veranlasste sie nicht dazu, anderen Leid zuzufügen und sich zu rächen. Im Beten haben sie sich die Haltung Jesu zu eigen gemacht: alles Schwere in die Hände Gottes zu legen und daran zu glauben, dass Gott selbst das Dunkelste noch verwandeln kann in Licht." Die Lektüre dieses Buches ist (zumindest passagenweise) nicht angenehm, aber wichtig, um zu verstehen, was die Menschen aus dem Nahen Osten bewegt, nach Europa zu fliehen. Und sie ist nötig, damit die Christen im Nahen Osten und ihre geflüchteten Glaubensgeschwister in Europa nicht länger den Eindruck haben müssen, sie bedeuteten uns nichts.
Verlagsinformation

<br />Nach drei Jahren Bauzeit ist es so weit: Die neue armenische Kirche in Mossul steht kurz vor der Einweihung. Doch Architekt Ziyad Hani muss miterleben, wie das kunstvoll entworfene Haus Gottes von islamischen Extremisten in die Luft gesprengt wird. Der Schmerz darüber steht dem inzwischen in Deutschland lebenden Christen noch immer ins Gesicht geschrieben.<br /><br />Der IS wütet im Nahen Osten, zerstört gezielt die Wiege des christlichen Abendlandes und damit unsere kulturellen Wurzeln. Andreas Knapp hat sich auf Spurensuche begeben und Flüchtlingslager im Norden des Irak besucht. Hier leben noch Christen, die bis heute die Sprache sprechen, die auch Jesus sprach. Aramäisch. Ihre erschütternden Augenzeugenberichte helfen uns zu verstehen, warum die Menschen aus dem Nahen Osten zu uns fliehen.