Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche

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Viel zu lange wurde Rassismus als reines Problem rechter Extremisten definiert. Doch die subtileren, nicht weniger gefährlichen Vorurteile finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnen würde - im Herzen der achtbaren Gesellschaft.

Was bedeutet es, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein? Reni Eddo-Lodge spürt den historischen Wurzeln der Vorurteile nach, und zeigt unmissverständlich, dass die Ungleichbehandlung Weißer und Nicht-Weißer unseren Systemen seit Generationen eingeschrieben ist. Ob in Politik oder Popkultur - nicht nur in der europaweiten Angst vor Immigration, sondern auch in aufwogenden Protestwellen gegen eine schwarze Hermine oder einen dunkelhäutigen Stormtrooper wird klar: Diskriminierende Tendenzen werden nicht nur von offenen Rassisten, sondern auch von vermeintlich toleranten Menschen praktiziert. Um die Ungerechtigkeiten des strukturellen Rassismus herauszustellen und zu bekämpfen, müssen darum People
of Color und Weiße gleichermaßen aktiv werden - "Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur uns."

Reni Eddo-Lodge, geboren 1989 in London, ist preisgekrönte Journalistin und Bloggerin. Sie schreibt unter anderem für »The Guardian«, »The New York Times« sowie »The Independent« und spricht regelmäßig öffentlich über gesellschaftliche Themen wie systeminhärenten Rassismus oder schwarzen Feminismus. »Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche« ist ihr erstes Buch, das jüngst mit dem British Book Award ausgezeichnet wurde.

""Warum ich nicht länger..." ist ein kontrollierter Wutausbruch aus intellektuellen Schärfe und einer oft schwer auszuhaltenden Unmittelbarkeit. Es fällt schwer, es zur Seite zu legen."
Bastian Bütter, bodo. Das Straßenmagazin, Ausgabe 06/2019

"Reni Eddo-Lodge hat ein Buch voller Wut und Klugheit geschrieben. Es ist ein Appell, Benachteiligungen wahrzunehmen und anzusprechen."
Tino Dallmann, mdr Kultur, 09.05.2019

"Reni Eddo-Lodge hat ein düsteres Erfahrungsbuch geschrieben. Die Utopie von der gesellschaftlich organisierten Gleichheit aller Menschen ist darüber nicht Makulatur geworden."
Swantje Karich, Die Welt, 16.03.2019

"Aber Eddo-Lodge spielt nicht einfach die Karte aus, die die weiße Mehrheit blamiert, sondern mach ihrer Empörung mit hinreichenden Argumenten und Erfahrungen Luft."
Andreas Zielcke, Süddeutsche Zeitung, 22.02.2019

"Dieses Buch als weißer Mensch ohne Migrationshintergrund zu lesen ist wirklich kein Spaß, und trotzdem sollte man es unbedingt lesen, weil es d
en Blick auf die Gesellschaft, in der man lebt, irritiert. Außerdem irritiert es den Blick, den man auf sich selbst hat."
Antonia Baum, Die Zeit, 28.02.2018

"Sie werden dieses Buch hassen. Sie werden es nicht hassen, weil es
schlecht geschrieben ist, sondern, weil es sie bis ins Mark treffen
wird. [...] Lesen Sie dieses Buch, auch wenn es weh tut - das muss so
sein. Die gute Nachricht ist: Sie können anfangen, sich selbst und ihre
Position zu hinterfragen - und kanalisieren Sie ihre Wut und den Schmerz
dann für etwas Nützliches. Es ist ein Prozess. Das Buch von Reni
Eddo-Lodge ist dabei nur der erste Schritt."
Enrico Ippolito, Spiegel Online, 06.02.2019

"Reni Eddo-Lodges Buch ist ein Geschenk, weil es klar und deutlich beschreibt, was struktureller Rassismus ist und warum Weiß-Sein in unseren Gesellschaften ein Privileg ist. "
Laura Freisberg, BR-Kulturwelt, 31.01.2019
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