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Die kurze Geschichte einer langen Nacht

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 Borromäusverein e.V.
Das recht kurze erste Kapitel erzählt von einem Mann, der Hals über Kopf zu seinem Ferienhaus an einem See fährt, um allein zu sein. Man ahnt nur, dass er etwas Schreckliches erfahren hat und dass es um Leben und Tod geht. Dann lässt Jostein Gaarder seinen Protagonisten in der Ich-Form mit Blick auf seine Vergangenheit erzählen. Er beginnt mit Eirin, der Liebe seines Lebens, mit der er die erste Liebesnacht in diesem Haus am See verbrachte und das sie später gekauft haben. Für beide ist dies ein Glücksfall, denn es führt sie nach einer Ehekrise wieder zusammen. In dieser Phase hatte er eine kurze Affäre mit seiner ersten Freundin, die pikanterweise sowohl seine als auch Eirins Hausärztin ist. Von ihr erhält er auch die Diagnose, dass er bald sterben wird. Er denkt voller Liebe an den Sohn, die Schwägerin und vor allem an seine Enkelin. Und er denkt viel über die Astrophysik und die Unendlichkeit des Universums nach. Die Erkenntnis, dass alles so wundersam gefügt ist, dass alles "genau richtig" ist, dass es nicht anders sein kann und dass es sehr wohl möglich ist, dass es "bei diesem Universum um etwas geht", scheint ihm wie eine Hoffnung. Aber will er zum Pflegefall werden, oder wäre ein selbst bestimmter Tod nicht würdevoller? - Dem Ende dieser "kurzen Geschichte einer langen Nacht" sei hier nicht vorgegriffen, nur so viel: Es ist überraschend und beweist Gaarders Erzählkunst. Anzumerken wäre aber doch, dass manche Passagen etwas angestrengt und langatmig wirken könnten. Von diesem kleinen Makel abgesehen erzählt das Buch von einer tiefen Lebenskrise und einer schweren Entscheidung - und wird bestimmt viele Leser*innen ansprechen. Allen Büchereien sehr empfohlen. Barbara Nüsgen-Schäfer

(medienprofile-Rezension; ausgezeichnet vom Borromäusverein e.V. als Roman des Monats September 2019)
 

Was ist das Wichtigste im Leben? Und was genau richtig? Das neue Buch von Jostein Gaarder.

Albert hat eine schlimme Diagnose von seiner Ärztin und ehemaligen Geliebten erhalten. Während seine Frau Eirin auf einem Kongress ist, fährt er allein in die einsame Ferienhütte an einem Waldsee: Soll er sein Leben selbst beenden, bevor es die tödliche Krankheit tut? Um mit sich selbst ins Reine zu kommen, schreibt er in das Hüttenbuch. Er erzählt, wie er Eirin kennenlernte und wie sie als junge Verliebte in das Märchenhaus einbrachen, das sie später gekauft haben. Wie seine Ehe zu kriseln begann, welche Rolle Sohn und Enkelin für ihn spielen und von seiner Begeisterung für die Astrophysik. Es wird eine lange Nacht, bis irgendwann ein Boot ruderlos auf dem See treibt und ein Fremder erscheint.

Gaarder, JosteinJostein Gaarder, 1952 in Norwegen geboren, studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaften. Er war lange Philosophielehrer und lebt heute als freier Schriftsteller in Oslo. Sein Roman Sofies Welt (1993) wurde in über 50 Sprachen übersetzt und weltweit über 30 Millionen Mal verkauft. Zuletzt erschienen von ihm Ein treuer Freund (Roman, 2017) und Genau richtig (2019).

"Ein Text, den man schnell lesen und danach länger darüber nachdenken kann. Es gibt einen überraschenden Schluss und ein spätes Geständnis. Die ganze Geschichte ist klug gebaut und sanft erzählt." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 22.07.19
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