Die Geschichte der Bienen

Roman

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Susanne  Steufmehl
Buchberatung
Sankt Michaelsbund
Der „Kollaps“, das weltweite Bienensterben, das sich seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts angekündigt hatte, ist eingetroffen. Durch die fehlende Bestäubung ist es zu einer Nahrungsmittelknappheit gekommen, die Hungersnöte und Massenflucht zur Folge hatte. Vor allem in Europa und Afrika. In Asien ist man einen anderen Weg gegangen. Dieses Szenario ist Grundlage für den dreiteiligen Roman, der die Geschichte der Bienen mit denen der Menschen verknüpft. Maja Lunde verbindet dieses hochaktuelle und brisante Thema mit drei emotional anrührenden Familiengeschichten, die sich fast organisch miteinander verknüpfen.
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Rolf Pitsch M.A.
Geschäftsführer
Bonifatius GmbH, Paderborn
1852, 2007, 2098 - William, George, tao - England, Amerika, China. In diesen drei Zeiten, Familien und Ländern erzählt Lunde in ihrem Romanerstling die Geschichte der Bienen und der Menschen. Geht es bei William noch um die Erfindung eines Bienenstocks, der den Imkern die Honigproduktion erleichtert, so spielt bei Großimker George das Bestäuben der Blüten und die damit verbundene Fruchtproduktion die entscheidende Rolle. Und tao ist mit ihrem Mann in Bestäubungskolonnen tätig, seit es 2037 den großen Bienenkollaps gab und die Fruchtbestäubung von Hand erledigt werden muss. "Denn wer braucht schon Bildung, wenn die Kornvorräte zur Neige gingen?" (S. 15) Die 250jährige Zeitstrecke wird von der Sehnsucht der Eltern bestimmt, sich selbst zu verwirklichen, für ihre Kinder etwas zu erreichen und eigene Fehler sich selbst zuzuschreiben, statt sie Gott zur Last zu legen (S. 56).

Lunde bewegt sich zwischen Historienroman und Science Fiction, zwischen Familiendrama und Gesellschaftspolitik. In den totalitären Staaten war die Bevölkerung beim Massensterben der Bienen mit harter Hand "effizient durch den Kollaps geführt" (S. 42) worden, während die alten Supermächte USA und Europa "wegen ihrer mangelnden Anpassungsfähigkeit" rasch alles verloren hatten. Für die unterschiedlichen Sozialsysteme trifft Lunde den richtigen Ton, eine passende Sprache, die das Miteinander in den Familien beschreibt und die Spannung steigert, die im Verlustpotential der mehr als nützlichen Bienen steckt. Und schließlich birgt der Verlust eines Kindes nach einem egoistischen Fehlverhalten der Eltern die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Lunde ist ein in die Erfahrungen der Zeit passender Roman gelungen, der gleichzeitig unterhält, sprachlich fasziniert und über den Alltag hinausführt.
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"Frau und Mutter" 
Mitgliederzeitschrift der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)
Düsseldorf
Dieser Roman verändert den Blick. Nicht nur auf die Bienen – sondern auf nahezu alles. Denn ohne Bienen keine Bestäubung, keine Ernte, keine Nahrung. Und obwohl der Mensch dies seit langem weiß, findet er kein Mittel gegen das besorgniserregende Bienen- und Insektensterben. So ist es kein Wunder, dass der Roman von Maja Lunde 2017 für großes Aufsehen sorgte. Sie reist mit den Leserinnen und Lesern in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft: Sie erzählt die Geschichte eines Mannes, der 1852 den Grundstein für eine bessere Haltung und Nutzung der Bienen legt, reist in die Gegenwart, die überschattet wird vom plötzlichen Verschwinden und Sterben ganzer Bienenvölker, und begleitet eine Arbeiterin, deren Aufgabe es ist, per Hand Bäume und Pflanzen zu bestäuben, da es keine Bienen mehr gibt. Die drei Erzählstränge haben ihre jeweils eigenständige, spannende und oft erschreckende Geschichte, und zum Ende des Buches verweben sie sich miteinander und Zusammenhänge offenbaren sich.

Der Roman ist ein kurzweiliger, informativer und mitreißender Appell an die Menschen, auch die unscheinbarsten Lebewesen zu schützen und zu erhalten – denn alles ist mit allem verbunden. Und so hängt vielleicht auch unser Leben davon ab. Melanie Brockes

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte - die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung
, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Lunde, Maja
Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.

"Hier ist ein hochaktueller, ein toll erzählter, ein packender Roman gelungen." Edith Beßling, titel thesen temperamente
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