Klein

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medienprofile-Rezension

Klein fürchtet sich vor den Streitereien der Eltern.
Klein ist ein Kindergartenkind, das seinen Alltag dort genießt, das aber zu Hause den Konflikten der Eltern ausgesetzt ist. Wenn die Eltern streiten, wenden sie ihre Aggressionen sogar gegen ihr Kind. Eines Tages hält Klein diese Anspannungen nicht mehr aus und vertraut sich der Erzieherin an. Über die Hintergründe, Ursachen und die Lösung der häuslichen Konflikte erfährt der Leser nichts und sie spielen auch keine Rolle, denn in der Wahrnehmung des Kindes kommt es nur auf die eigene Gemütsverfassung an: wenn die Großen streiten, geht es auch Klein schlecht. Da ist es ein mutiger, großer Schritt, einem Erwachsenen alles zu erzählen - zu diesem Schritt muss man sich durchringen, aber er hilft. Die Botschaft dieses Buches ist eindeutig und sie wird in Bild und Text völlig plausibel vermittelt. Die Erzählsprache ist knapp und schnörkellos, dabei neutral genug, um für viele Situationen anwendbar zu sein. Die Zeichnungen setzen auf Tierfiguren zur Identifikation. Sehr anschaulich geben die harten Kritzel Kleins Ausgesetztsein der Aggression und Angst wieder - auf manch junge Leser mag das schockierend wirken. Betroffenen wird aber klar werden: ich muss mich trauen und mich mitteilen. Auch für Zeugen von Gewalt gegen Kinder ist die Botschaft unmissverständlich. Kinderrechte sind nicht weniger wert als die Rechte der Großen. Für die Sensibilisierung zu diesem Thema leistet dieses Buch sehr viel.
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Nadine Fitzke
Online-Redaktion (in Elternzeit)
borro medien gmbh, Bonn
Das fast minimalistische und abstrakt gezeichnete Bilderbuch behandelt ein bedrückendes und trauriges wie schwieriges, aber auch leider ein oft alltägliches Thema: Gewalt in der Familie. Das Thema wird hier behutsam und treffend aufgegriffen, so das kleinen Kindern Hilfestellung gegeben wird, Gedanken, Ängste, Sorgen und Akutes zu formulieren. Das Buch richtet sich nicht nur an betroffene Kinder, sondern auch an Freunde dieser Kinder, die ebenso leiden. Ein Thema, das man nicht tabuisieren darf.

Dies ist die herzbeklemmende Geschichte von einem kleinen Wusel, genannt Klein. Es geht ihm nicht gut. Viel zu oft gibt es zu Hause Streit. An viel zu vielen Tagen hat Klein zu Hause Angst. Aber davon kann es keinem etwas sagen. Oder? Und wer hilft ihm, wer tröstet es, wer bringt es ins Bett, wenn es wieder so ist? Keiner. Oder?

Es kommt ein Tag, an dem Klein einfach von seiner Not erzählt. Die Erzieherin in der Kita ist so lieb, da traut es sich. Und das ändert alles.

Wenn es zu Hause nicht gut ist: ein kleines, starkes Bilder- und Gesprächsbuch

- Thema "Häusliche Gewalt" behutsam aufbereitet für Kleine
- Gehört in jeden Kindergarten und jede Grundschule
- Ausdrucksstarke und liebevolle Illustrationen

Wirsén, Stina
Stina Wirsén, Jahrgang 1968, ist eine der populärsten schwedischen Kinderbuch künstlerinnen und auf vielen Gebieten kreativ tätig: von Modeillustrationen und Arbeiten für internationale Magazine über Aufträge für Ikea bis hin zu zahlreichen Kinderbüchern.
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