Dann schlaf auch du

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2016

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Tanja Huckemann
Geschäftsführerin
borro medien gmbh, Bonn
Diese Geschichte kommt ganz leise, aber umso eindringlicher daher. Große Gefühle schlagen um, Vertrauen zerbricht auf verschiedenen Ebenen - alles ganz ruhig, ganz zart. Fast beiläufig kommt beim Lesen die dunkle Ahnung. Die tolle Spannung zwischen feiner Sprache und dem sich aufbauenden Grauen hat die Übersetzung ins Deutsche für mich sehr gut erhalten. Der französische Literaturpreis für diesen Roman ist absolut nachvollziehbar.
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 dem Buchclub "Bücher und Kekse"
Die Massés, die scheinbar ein idyllisches Leben in Paris führen, heuern, in der Hoffnung, ihre Karrieren vorantreiben zu können, ein Kindermädchen an. Louise scheint die perfekte Nanny zu sein. Sie kümmert sich um den Haushalt, ist beliebt bei den Kindern und ist immer zur Stelle, wenn sie benötigt wird.
Schon zum Anfang von Slimanis Roman erfährt der Leser, dass die Geschichte in einem Desaster enden wird. Im weiteren Verlauf erschließen sich einem langsam die Motive eines unverzeihlichen Verbrechens. Slimani wirft mit der Figur der Louise einen Blick auf die unansehnliche Seite von der Stadt der Liebe. Louise lebt im Schatten des Glücks einer perfekten Familie, wobei sie sich selbst mit ihren Schulden kaum über Wasser halten kann. Für den Leser sind ihre Gedanken und Gefühle  anfangs nachvollziehbar, bis sie in eine Depression verfällt die sie zu Taten treibt, die sie nun zum Antagonisten ihres Dramas werden lässt.
Louises Charakter zieht einen Zwiespalt über ihre anfängliche Opferrolle, die sie später zum Täter werden lässt, mit sich.  Slimani lässt einen dabei zusehen, wie sich der anfängliche Sympathisant wie in einer Tragödie in den Ruin treibt. Dabei hat der Roman keinen unvorhergesehenen Wendepunkt oder ein überraschendes Ende; kann den Leser aber dennoch mit seiner simplen Darstellung von menschlichen Abgründen beim Lesen halten. Die kurzgehaltenen, teilweise schlichten Sätze ziehen den Roman nicht unnötig in die Länge. „Dann schlaf auch du“ überzeugt, und das, obwohl man schon im ersten Satz das Ende liest.
(Lucie, 15 Jahre)
 
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Greta Geerling
Buchhändlerin
Bonifatius Buchhandlung, Dortmund
Die Tragödie kommt auf leisen Sohlen - sie schleicht sich an und man ist nicht im Stande sie aufzuhalten. Dieses Buch liest man weiter - obwohl oder gerade -  weil man das Ende schon zu Beginn erfährt. Das Schicksal der Protagonisten lässt einen nicht los, ebenso wie die fantastische Sprache Slimanis. Das Entsetzen schleicht sich kaum hörbar an und kulminiert in einem entsetzlichen, nicht enden wollenden Schrei. 

Der Preis des Glücks

Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen?

Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen - eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.

Slimani, Leïla
Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Slimani, 1981 in Rabat geboren, wuchs in Marokko auf und studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Für den Roman »Dann schlaf auch du« wurde ihr der renommierte Prix Goncourt zuerkannt. »All das zu verlieren«, ebenfalls preisgekrönt, erscheint in 25 Ländern. In den Essaybänden »Sex und Lügen« und »Warum so viel Hass?« widmet Leïla Slimani sich dem Islam und dem Feminismus sowie dem zunehmenden Fanatismus. Seit 2017 ist Leïla Slimani offiziell Botschafterin für Frankophonie. Sie lebt mit ihrer Familie in Paris.

"Virtuos inszeniert Leïla Slimani die unselige Verflechtung von unstillbaren Begierden und sozialer Not. Ein Roman von umwerfender Ambivalenz." Meike Feßmann / Süddeutsche Zeitung
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