Der Geruch von Häusern anderer Leute

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2017, Kategorie Jugendbuch

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medienprofile-Rezension

Die Geschichte von vier Teenagern in Alaska, deren Lebenswege sich kreuzen und vereinen.
Ruth wächst bei ihrer kaltherzigen Großmutter auf und wird ungewollt schwanger. Doras Mutter ist Alkoholikerin, der Vater sitzt im Gefängnis und ihr Lottogewinn weckt die Begehrlichkeit beider. Alyce fühlt sich verpflichtet, ihrem Vater beim Fischen zu helfen und gibt dafür ihren Traum vom Ballett auf. Hank flieht mit seinen Brüdern vor ihrem brutalen Stiefvater und sucht die Seele seines verstorbenen Vaters. Die einzige Gemeinsamkeit der drei ist ihre besondere Affinität zu Gerüchen, ihre Heimat Alaska und ihre zerstörten Lebensträume. Die Autorin gibt jedem dieser Lebensträume Raum und beschreibt warmherzig die einzelnen Charaktere. Trotz manchmal unglaublich widriger Umstände finden die vier zueinander und schaffen es, sich gegenseitig zu retten und ihre Träume doch noch zu verwirklichen. Das wirkt an manchen Stellen fast märchenhaft unrealistisch, ist aber von erfrischendem Optimismus geprägt, der die Lektüre zu einer erfreulichen Unterhaltung macht. Empfehlenswert. (Übers.: Sonja Finck)

Alyce weiß nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll. Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann. Dora will ihren Vater nie wieder sehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen. Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen gerät dabei in große Gefahr. Und trifft auf Alyce ... Hier, unweit des nördlichen Polarkreises, wo der Alltag manchmal unerbittlich ist, kreuzen sich ihre Lebenswege immer wieder. Sie kommen einander näher, versuchen einander zu retten. Und wenn man es am wenigsten erwartet, gelingt es.

Deutscher Jugendliteraturpreis 2017

Hitchcock, Bonnie-Sue
Bonnie-Sue Hitchcock ist in Alaska geboren und aufgewachsen. Sie war viele Jahre mit ihrer Familie in der Fischerei tätig und zog ihre Kinder auf einem Boot groß. Außerdem arbeitete sie als Reporterin für Alaska Public Radio und war Moderatorin und Produzentin der "Independent Native News" mit Schwerpunkt auf den indigenen Völkern Nordamerikas.

Finck, Sonja
Sonja Finck übersetzt aus dem Englischen, Französischen und Spanischen. Für ihre Übersetzung des Romans Fever von Leslie Kaplan bekam sie den André-Gide-Preis der DVA-Stiftung verliehen. Sie lebt in Berlin und Kanada.

"Man kann die Häuser förmlich sehen, alles riechen, die Stimmung empfinden.", Süddeutsche Zeitung, Siggi Seuss, 24.06.2016
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