Der Himmel über Appleton House

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Angelika  Rockenbach
Buchberatung
Sankt Michaelsbund
Dieses Leseerlebnis vergisst man nicht so schnell: Ein richtiges Zuhause finden, das ist der sehnlichste Wunsch der Geschwister Ira und Zac. Aber weil die beiden Heimkinder unbedingt zusammenbleiben wollen, scheint dieser Traum unerfüllbar. Bis die liebenswerte Martha in ihr Leben tritt und sie nach Appleton House einlädt.
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 dem Buchclub "Bücher und Kekse"
Ich muss zugeben: Noch nie habe ich eine Geschichte über ein Kinderheim gelesen. Klar, Pflegekinder und Adoptionen, das sowieso. Aber wie es Kindern Tag für Tag im Pflegeheim geht? Ich hatte keine Ahnung.
Ira und Zac, zehn und elf Jahre alt, haben mir gezeigt, wie das so ist. Ira hat über das Gefühl geschrieben, ständig hin- und hergereicht zu werden. Wie einsam Feiertage sein können. Wie viel Angst man haben kann, zu hoffen. Und, ohne es zu sagen: Wie sehr man die kleinen Momente schätzt.

S. E. Durrant ist es gelungen, erschreckend real die Geschichte von Ira und Zac, über ihre ersten 10 Jahre bei diversen Pflegefamilien und dann über ihre Zeit in Skilly, einem Londoner Kinderheim, zu berichten. Wie sie Martha kennenlernen und das das Leben der Kinder komplett verändert, weil sie wieder hoffen können. Und lernen, glücklich zu sein. Wie die anderen Kinder in Skilly mit ihrem Schicksal fertig werden. Und nebenher eine Parallele zwischen der Gefühlspalette von Ira und Zac und „den Menschen an der Berliner Mauer“ (die gerade fällt) zu ziehen. Vom Verlorensein, von Hoffnung, von Trost, von Trauer. Und von Vertrauen.
Ich habe in diesen 230 Seiten mehr „fürs Leben“ gelernt als in allen anderen Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe. Ich habe ein neues Gefühl kennengelernt, das wahrscheinlich irgendwo zwischen Mitleid, Mitfreude, Nachdenklichkeit und Schock liegt. Ich weiß natürlich, wie vielen Kindern es schlecht geht, in München und überall anders auf der Welt. Aber das alles noch einmal zu lesen, war überwältigend.

Eine der besten Dinge, die ich am Buch fand, ist, dass sie wunderbar abgeschlossen ist. Zum Schluss kommt das „Heute“, das zeigt, was aus allen Charakteren geworden ist. Das hätte zwar unglaublich schief gehen können, aber S.E. Durrant ist das perfekte Ende für ein perfektes Buch gelungen. Ich bin froh, dass sie das Risiko eingegangen ist. Denn nun bin ich nicht mehr in einer melancholischen Blase gefangen, in der ich mich sonst zu Buchende für den Rest der Woche befunden hätte.
Was ich damit sagen will: Lesenswert für jung und alt!

(Sofie, 15 Jahre)

Ira und Zac müssen schon wieder umziehen - diesmal von einer Pflegefamilie ins Kinderheim. Es wird der erste Ort, an dem sie glücklich sind. Trotzdem: Ira sehnt sich nach dem Unmöglichen, nach einer richtigen Familie. Mit Mutter und Vater und einer eigenen Haustür. Aber die Geschwister sind nicht mehr klein und sie wollen zusammenbleiben. Keine guten Voraussetzungen. Am Ende finden sie dennoch ein Zuhause: in Martha, in Appleton House und in ihrem Garten. Und wenn der Abschied vom Kinderheim, von den Menschen dort, auch schwerfällt: Sie haben endlich ihr kleines Stück von Himmel gefunden. Für immer.

Durrant, S. E.
S.E. Durrant verbrachte ihre Kindheit in Schottland. Sie hat Malerei studiert und die Welt bereist, an einem Markstand in Covent Garden gearbeitet, Kunstunterricht für Kinder gegeben und Bilder in Venedig verkauft. Heute lebt sie in Brighton. "Der Himmel über Appleton House!" ist ihr erstes Buch.

"Mal wieder ein wunderschönes Buch aus dem Königskinder Verlag!", NDR, Katharina Mahrenholz, 02.06.2017
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