So unergründlich wie das Meer

Roman

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medienprofile-Rezension

Roman über das Wirken des Seligen "Pino" Puglisi in Palermo, dem der Gymnasiast Federico im Sommer 1993 hilft.
Federico ist 17, liebt Petrarca und ist voller großer, verwirrender Gedanken und Gefühle. Als sein Religionslehrer Pater Puglisi ihn zu Beginn der Sommerferien um Hilfe bei der Jugendarbeit im Osten Palermos bittet, lernt der wohlbehütete Federico eine ihm neue Welt kennen. Im von der Mafia dominierten Armenviertel Brancaccio gibt es keine Mittelschule oder Grünflächen, auf denen die Kinder spielen könnten. Stattdessen herrschen Elend, Ignoranz, Gewalt und Stillschweigen. Don Pino, wie die Kinder Puglisi liebevoll nennen, spielt mit ihnen Fußball, um sie von der Straße fernzuhalten oder nimmt sie mit ans Meer, damit sie Schönes erleben können. Federico ist von Lucia fasziniert, die mit den Kindern ein Theaterstück einstudiert. Aber es ist nicht nur ihretwegen, dass er auch nach Enttäuschungen und Prügeln immer wieder nach Brancaccio zurückkehrt. Don Pino hilft ihm, nicht bei Vorurteilen stehen zu bleiben, sondern die Zusammenhänge und vor allem die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung der Kinder zu sehen. Der Cosa Nostra sind Don Pinos Aktivitäten ein Dorn im Auge, weil er sich ihrem Einfluss entzieht und sich von Sabotageakten nicht entmutigen lässt. Don Pino glaubt fest, "dass die Liebe immer das letzte Wort haben wird, auch wenn sie an Gewalt zu ersticken droht." (S. 200) Damit setzt er sein Leben aufs Spiel, denn die Mafia duldet keine Macht neben ihrer eigenen. - D'Avenia war selbst Schüler von Pater Puglisi, der 2013 selig gesprochen wurde. Mit diesem Roman, dessen Originaltitel übersetzt "Was die Hölle nicht ist" lautet, ehrt der Autor Don Pinos unermüdlichen Einsatz in Brancaccio. Zugleich legt er eine Liebeserklärung an die Hafenstadt Palermo vor. Sinnierende Passagen voll Pathos wechseln sich ab mit dem Icherzähler Federico und dialogreichen Handlungsepisoden, die einen lebendigen Eindruck der Kinder oder von den Mafiosi vermitteln. Von, oft religiösen, Metaphern durchzogen geht dieser intensive Roman nahe und ist auch schon für Jugendliche ab 16 sehr zu empfehlen. (Übers.: Verena von Koskull)

Frederico hat einen großartigen Sommer vor sich, in wenigen Tagen wird er zu einem Studienaufenthalt nach England aufbrechen. Die Welt steht ihm offen. Doch kommt es zu einer Begegnung, die Fredericos Leben umwirft: Don Pino zeigt ihm das Viertel Brancaccio, das fest in der Hand der Cosa Nostra liegt und von rücksichtsloser Gewalt und bitterer Armut geprägt ist. Dem Jungen wird klar, wie wenig er seine eigene Stadt kennt, ihm eröffnet sich durch Don Pinos Augen und dessen Einsatz für die Menschen des Viertels eine neue Welt. Er beschließt in Palermo zu bleiben und zu helfen. Auch die Mafia, die ihn brutal zusammengeschlagen hat und massiv bedroht, kann ihn nicht abhalten, denn er hat sich in die schöne Lucia verliebt, ein Mädchen des Viertels, deren Liebe unerreichbar scheint ...

D'Avenia, Alessandro
Alessandro D'Avenia, geboren 1977, stammt aus Palermo. Seit einigen Jahren lebt er in Mailand, wo er am Gymnasium San Carlo Italienisch und Latein unterrichtet. Seine Romane stehen in Italien regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Alessandro D'Avenia war Schüler des Geistlichen Padre Pino Puglisi.
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