Samir, genannt Sam

Roman

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medienprofile-Rezension

Ein Jugendlicher, zerrissen zwischen muslimischer Tradition, seiner Liebe zu seinem kriminellen Bruder und seiner musisch intellektuellen Begabung.
Samir, Sohn marokkanischer Einwanderer, wächst im Multikulti-Viertel De-Pijp in Amsterdam auf und schafft den Sprung auf ein Elitegymnasium im gediegenen Stadtviertel Zuid. Als sein Bruder wegen Betrugs und Diebstahls zu sechs Jahren Haft verurteilt wird, verspricht er ihm, dass er seinen Schulabschluss an diesem bürgerlichen Gymnasium schafft. Nun versucht Samir, der sich in der Welt außerhalb seiner muslimischen Familie mit ihren strengen Gesetzen Sam nennt, dem Aufeinanderprallen zweier Kulturen mit Witz, Phantasie und Frechheit entgegenzutreten. - Mano Bouzamour, selbst in Amsterdam geboren, gibt Sam in seinem autobiografischen Debütroman eine Stimme, die sich gegen Diskriminierung und Antisemitismus auflehnt und drückt schon im Titel "Samir, genannt Sam" die Schwebe zwischen der traditionell marokkanischen Welt seiner streng muslimischen Eltern und der freizügigen, aufgeschlossenen Amsterdamer Schickeria aus. Sein eigenwilliger und hemmungsloser Schreibstil, der geradeheraus und sehr direkt Kriminalität, das Frauenbild und die pubertierenden Machovorstellungen beschreibt, sind sicher nicht für jeden Leser geeignet. Daher nur bedingt für große Bestände und junge Erwachsene geeignet. (Übers.: Bettina Bach)

Auf einem gestohlenen Flügel spielt Samir, genannt Sam, morgens klassische Musik, beim Freitagsgebet in der Moschee kämpft er mit Fantasien von blonden, nackten Teufelinnen, im Geschichtsunterricht träumt er von Rache für die mutige Anne Frank, am glücklichsten ist er jedoch, wenn er nachts mit seinem geliebten Bruder auf der Vespa durch Amsterdam brausen darf. So wächst Sam als Sohn marokkanischer Einwanderer im bunten De-Pijp-Viertel heran, bis sein großer Bruder, der von Betrug und Diebstahl lebt, verhaftet wird und für sechs Jahre in den Knast muss. Doch Sam verspricht ihm, allen Widerständen zum Trotz den Schulabschluss im bürgerlichen Elitegymnasium zu schaffen, und meistert ein Leben voller Kontraste mit viel Witz und Frechheit.

Bouzamour, Mano
Mano Bouzamour, geboren 1991 in Amsterdam. Er studiert Geschichte und lebt als Klaviervirtuose und Autor in Amsterdam. "Samir, genannt Sam" ist sein autobiografischer Debütroman. Das Buch wurde in den Niederlanden als Roman einer neuen, urbanen Generation gefeiert, der Stoff wurde für Film, Theater und Hörspiel bearbeitet. Bouzamour schreibt jede Woche eine vieldiskutierte Kolumne in der Tageszeitung Het Parool.
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