Singapur im Würgegriff

Roman

  • Nachdruck. Erscheint laut Verlag im März 2020.
30,00 €
inkl. MwSt.

Singapur 1937. Walter Blackett, Direktor eines britischen Kautschukunternehmens, weiß sich von der bewährten Ordnung britischer Kolonialherrschaft getragen, als er die Feierlichkeiten zum hundertjährigen Jubiläum seiner Firma ausrichtet. Noch ist die Welt, zumindest für die Engländer, in Ordnung, haben die Da Dousa Sisters ihre Gesangsauftritte, ist der zerzauste Hund La Condition humaine nur halbtot und gibt es standesgemäße Paraden und Feste. Und doch scheint am Vorabend des Zweiten Weltkriegs im Inselstaat einiges in Schieflage geraten zu sein : Kaum ist ein Streik der Einheimischen niedergeschlagen, flammt er an anderem Ort wieder auf, Walter Blacketts Sohn engagiert zur Abendunterhaltung ausgerechnet einen Fakir, seine Tochter Joan tändelt mit den falschen Verehrern, während der junge Matthew, Oxfordstudent und rechtmäßiger Erbe der Firma, sich als naiver Weltverbesserer erweist. Das Geschäft mit dem Kautschuk boomt, nicht zuletzt wegen des Weltkriegs und der Marktmanipulatio
n durch Blackett selbst, doch als japanische Flieger das völlig unvorbereitete Singapur bombardieren, kann der Schock größer nicht sein. Während Matthew herauszufinden versucht, was es mit dem 'Würgegriff von Singapur' auf sich hat, ist der Mythos von der Uneinnehmbarkeit Singapurs bereits brutal zerschlagen.

Farrell, James Gordon
James Gordon Farrell, 1935 in Liverpool geboren, beschreibt in seiner 'Empire Trilogy' den Niedergang des Britischen Imperiums. Die Trilogie gilt als sein Hauptwerk, in dem er heftige Kritik an Kolonialismus und Ausbeutung übte. 1973 nutzte Farrell seine Preisrede zum Man Booker Prize, um diese Kritik gegenüber dem Sponsor des Preises, der Booker Group, erneut zu formulieren. 1979 ertrinkt er, als er beim Angeln ins Wasser stürzt. Bei Matthes & Seitz Berlin erschienen außerdem Troubles und Die Belagerung von Krishnapur.

Allié, Manfred
Manfred Allié, 1955 in Marburg geboren, übersetzt seit über dreißig Jahren englische und amerikanische Literatur, darunter Autoren wie Jane Austen, Joseph Conrad, Ralph Ellison und Patrick Leigh Fermor. Für die Übersetzung von Fermors Die Zeit der Gaben erhielt er den Helmut-M.-Braem-Preis.

"Literarisch hat Farrell das Phänomen des kollabierenden Kolonialismus wie kaum ein Zweiter beschrieben. Bei aller ironisch-grotesken Erzählhaltung, die er selbst in Momenten größter Katastrophen und menschlicher Tragik nicht ganz verlässt, erhebt er sich nie über seine Figuren. Der Autor und sein Werk: eine wunderbare Entdeckung!" - Heinz Gorr, Bayern 2 Heinz Gorr Bayern 2 20180212
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