Christkind verkehrt, 2 Audio-CDs

135 Min.

  • Nachdruck. Erscheint laut Verlag am 05.10.2020.
10,00 €
medienprofile-Rezension

Sechs Weihnachtsgeschichten aus den Jahren 1932 bis 1946.
60 Jahre nach seinem Tod erlebte Hans Fallada (1893-1947) unlängst eine Renaissance mit seinem Roman "Jeder stirbt für sich allein". Er verstand es, in seinen Werken den Alltag der einfachen Bevölkerung im Vorkriegs- und Kriegsdeutschland zu skizzieren. So auch in dieser Sammlung von Weihnachtsgeschichten aus den Jahren 1932 bis 1946. Schnörkellos und mit einer Prise Humor erzählt er von den kleinen und großen Weihnachtsfreuden und -missgeschicken zu jener Zeit. Trotz der widrigen Umstände, unter denen mitunter gefeiert wurde (Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und des Zweiten Weltkriegs), ist der Ton keineswegs bitter. Für die Figuren der Geschichten bleibt Weihnachten ein Fest der Freude, der Liebe, der Geheimnisse und der Familie. - Liebevolle Geschichten, die Weihnachtsvorfreude wecken, uns lächeln lassen und in Anbetracht des heutigen Konsumwahns auch nachdenklich stimmen. Fantastisch gelesen von Ulrich Noethen und Anna Thalbach. Sehr gerne empfohlen.

Fünfzig Mark und ein fröhliches Weihnachtsfest (1932)
Christkind verkehrt (1932)
Das Wunder des Tollatsch (1936)
Familienbräuche (1941)
Baberbeinchen-Mutti (1945)
Weihnachten der Pechvögel (1946)
Weihnachten ist für Fallada ein magisches, duftendes, freundliches Fest. Eines, zu dem Geheimnisse, Kinder und Lachen gehören - auch und gerade, wenn die Umstände, unter denen es begangen wird, so gar nicht freundlich sind. Für ein paar Stunden wandelt sich alles zum Guten: Mit Liebe und ein paar Mark werden Überraschungen gezaubert, die falschen Geschenke werden die schönsten, und sogar die Pechvögel, bei denen an jedem Weihnachten alles schiefgeht, haben am Ende Glück.

Fallada, Hans
Rudolf Ditzen alias Hans Fallada wurde 1893 in Greifswald als Sohn eines hohen Justizbeamten geboren. Mit dem vielfach übersetzten Roman Kleiner Mann - was nun? (1932) wurde Fallada weltbekannt. In der Zeit des Nationalsozialismus lebte er als »unerwünschter Autor« zurückgezogen auf seinem Sechs-Morgen-Anwesen in Mecklenburg. 1945 siedelte er nach Berlin über, wo er 1947 starb. Hans Falladas Roman Jeder stirbt für sich allein avancierte rund sechzig Jahre nach der Entstehung noch einmal zum internationalen Publikumserfolg.

Noethen, Ulrich
Ulrich Noethen wurde durch den Kinofilm Comedian Harmonists bekannt und war seitdem in zahlreichen preisgekrönten Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter Der Untergang, Oh Boy oder Hannah Arendt. Mit seiner warmen, vielseitigen Stimme und seinem Gespür für Charaktere und Situationen begeistert Noethen auch als Hörbuchsprecher. Für seine Lesung von Friedrich Anis Nackter Mann, der brennt wurde er 2017 in der Kategorie »Best
er Interpret« mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet.

Thalbach, Anna
Anna Thalbach, 1973 in Ost-Berlin geboren, feierte ihren ersten Bühnenerfolg an der Seite ihrer Mutter Katharina Thalbach in Brechts Mutter Courage. Sie war außerdem in Kinofilmen wie Krabat und Der Baader Meinhof Komplex zu sehen. Für ihre Leistung auf der Bühne und vor der Kamera wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Fernsehpreis. Ihre unverwechselbare, ausdrucksstarke Stimme macht sie zudem zur gefragten Hörbuchsprecherin. 2008 erhielt Anna Thalbach den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie »Beste Interpretin«.
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