Abenteurer der Ferne

Die großen Entdeckungsfahrten und das Weltwissen der Antike

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Die großen Entdeckungsfahrten und das Weltwissen der Antike.
Der in Bielefeld lehrende Althistoriker Raimund Schulz holt weit aus. Er folgt den Spuren antiker Seefahrer über den Mittelmeerraum hinaus. Von den Berichten nicht nur der antiken Autoren, sondern auch von mythischen Überlieferungen und epischen Dichtungen ausgehend legt er dar, dass für Entdeckungsfahrten nicht nur militärische Interessen oder Mangel an Nahrungsmitteln ausschlaggebend waren, sondern auch die Faszination magischer Ferne sowie wirtschaftliche Interessen von Schiffseignern, Handelsherren und Bankiers. So sei eine "beinahe globale Handelszirkulation" entstanden. Das habe zu einer gewaltigen Horizonterweiterung geführt. Der Autor zieht für seine Forschungen nicht nur so bekannte antike Schriftsteller heran wie die Griechen Hekataios, Herodot und Poseidonios oder von den Römern Caesar und Plinius den Älteren. Er nutzt auch indische, chinesische und arabische Quellen. So wird glaubhaft gemacht, dass in der klassischen Antike auch Kenntnisse über Indien, China und Sibirien vorhanden waren. Schulz stellt auch Zusammenhänge her zwischen dem Wissen der Antike und dem Zeitalter der Entdeckungen im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit. - Eine anregende Lektüre für Freunde der Alten Geschichte und von Berichten über Forschungsreisen. Wegen des großen Umfangs kommt eine Anschaffung wohl nur für ausgebaute Bestände infrage.

2000 Jahre Entdeckungsgeschichte: Raimund Schulz nimmt uns mit auf die großen Abenteuerfahrten der antiken Welt und berichtet von Begegnungen mit fremden Kulturen - von Sibirien bis in die Sahara, von Indien bis nach China. Zugleich ordnet er das erste Zeitalter der Entdeckungen ein in eine große Weltgeschichte der Antike.

Die Antike war eine Welt des Aufbruchs. Lange vor Kolumbus wagten sich Menschen des Mittelmeerraums in die Sahara und nach Sibirien, befuhren das stürmische Eismeer der Nordsee und erreichten China über Land und Meer. Raimund Schulz folgt ihren Spuren, beschreibt die Begegnung mit fremden Kulturen und fragt danach, wie es kam, dass antike Seefahrer Afrika umrunden und den Atlantik überqueren wollten. Er erzählt die packende Geschichte der kleinen und großen Abenteurer, ihrer Ziele und Hoffnungen. Erst ihre Vor stöße ins Unbekannte setzten die Erkenntnisschübe in Technik, Geographie, Kosmologie und Philosophie in Gang, die zu unserer europäischen Wissenskultur g
ehören und die Expansion der frühen Neuzeit ermöglichten.

Raimund Schulz geboren 1962 in Hildesheim, Professor Dr., lehrt Alte Geschichte an der Universität Bielefeld. Seine Arbeits- und Publikationsschwerpunkte sind Seefahrt, Krieg, Herrschaft und Völkerrecht in der Antike. Bei Klett-Cotta erschien zuletzt sein Buch »Feldherren, Krieger und Strategen«.
"Raimund Schulz lässt das Werden dieser Welt der Entdeckerlust und Wissbegierde, der nahezu grenzenlosen Mobilität und, bezogen auf die Oikumene, globalen Vernetzung abrollen wie einen epischen Abenteuerfilm. Er ist Experte in Sache Seefahrt, und so wähnt man sich als Leser fast schon an Bord eines antiken Handelsschiffes, wenn er den Kapitän Eudoxos auf dessen Reise nach Indien begleitet."Michael Sommer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.4.2016"Er hat seine Ergebnisse in einem spannenden und zudem unterhaltsamen Buch verpackt, das auch für Laien verständlich ist."Hans-Dieter Füser, Mannheimer Morgen, 30.05.2016"Schulz eröffnet historisch gebildetenm aber auch völlig unbeleckten Lesern neue Welten, entführt in exotische Szenarien wie ein Science-Fiction-Autor und bleibt doch stets auf dem Boden der Tatsachen. Das vielleicht spannendste Geschichtswerk seit Jahren!"Holger Vonhof, Frankfurter Neue Presse, 31.05.2016"Beeindruckend, dass das Werk nie unübersichtlich wird, die Reisen stets nachvollziehbar in ihren jeweiligen historischen Kontext setzt und auch für Nichthistoriker verständlich bleibt. Sehr gelungen schließt der Band mit einem Kapitel, in dem Schulz darlegt, wie sich das antike Wissen zum Teil erhielt und so eine Grundlage für die frühneuzeitlichen Expeditionen lieferte. Insgesamt ist "Abenteurer der Ferne" lesenswert, fasst die frühe Erschließung der Welt gekonnt zusammen und vermittelt den gebotenen Respekt vor den gewaltigen Leistungen antiker Kulturen."Tim Haarmann, spectrum.de"Wie kann ein einzelner Mensch eine solche ungeheure Materialfülle bewältigen?"Erhard Obermeyer, Westfälische Nachrichten, 6.4.2016"Ein überaus interessantes und lesenswertes Buch."Andreas Kurth, Bücher.de, 27.3.2016
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