Freunde fürs Leben

Mönche und Bücher

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medienprofile-Rezension

Schön gestaltetes Buch über die Tradition des Buches in Klöstern.
Die digitale Revolution macht auch vor Klostermauern nicht halt. Aber ist es deshalb anachronistisch, dem Thema "Mönche und Bücher" eine eigene Publikation zu widmen, fragt uns gleich eingangs Pater Marcel Albert von der Benediktinerabtei Gerleve. Ganz bestimmt nicht, antwortet jeder, der dieses quadratisch und mit viel Liebe gestaltete Büchlein in die Hand bekommt und darin aufmerksam die mit Herzblut geschriebenen Beiträge mehrerer Patres liest und die guten, plastischen Bilder des Fotografen Jörg Schellschmidt von Büchern und lesenden Mönchen in ihrer klösterlichen Umgebung betrachtet. "Müßiggang ist der Seele Feind" schreibt Benedikt in seiner Mönchsregel, aber das gilt ja nicht nur für Mönche, sondern sollte Jung und Alt Lust machen, die verborgenen Schätze der Bücherwelt für sich zu entdecken. Wohl deshalb ist die faszinierende Erzählung von Pater Marcel, wie er als Kind, Jugendlicher und Student die Bibliotheken für sich entdeckte, ehe er ins Kloster eintrat, die stärkste Versuchung zur Nachahmung. - Gerade Büchereien sehr empfohlen!

Benedikt von Nursia (um 480-547) nennt in seiner Mönchsregel das Lesen eine Beschäftigung, die ebenso nützlich sei wie die Handarbeit. Er erhebt sie sogar zum Rang einer "göttlichen Lesung". Über die Jahrhunderte haben Klöster und Mönche ein besonderes Verhältnis zu Büchern entwickelt, das man Freundschaft nennen darf. Bücher begleiten uns lange Strecken unseres Lebens, oft sogar ein Leben lang. Manchmal geben sie Rat oder stellen Fragen, manchmal spenden sie Trost und führen uns in uns selbst. Ihre Freundschaft ist unsere Freude.

Dr. Marcel Albert OSB ist Benediktinermönch der Abtei Gerleve. Forschungsschwerpunkte im Bereich der neuzeitlichen Ordens- und Kirchengeschichte.
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