Tagebuch einer Killerkatze

Kinderbuch

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medienprofile-Rezension

Katze Kuschel hält ihre Familie mit nach Hause gebrachten tierischen Trophäen auf Trab.
Katze Kuschel fühlt sich von ihrer Menschenfamilie verkannt. Am Montag gibt es ein Riesentheater, nur weil sie ein Vögelchen bei seinen Flugversuchen "ein bisschen geknufft" und dann im Haus auf dem Teppich abgelegt hat. Am Mittwoch schleppt sie eine Maus ins Haus, die sie nicht einmal selbst getötet hatte, und sorgt so für den nächsten Beerdigungsfall. Als sie dann am Donnerstag den fetten Hoppel der Nachbarn durch die Katzenklappe zieht, drehen Ellie und ihre Eltern durch. Sie waschen den toten Hasen gründlich und föhnen sein Fell flauschig, bevor sie ihn nachts heimlich in seinen Stall zurückbringen. - Die Tagebucheinträge der "Killerkatze" lassen sich flott lesen. In schnoddrigem Ton beschwert sie sich darin über das Getue der anderen, wobei sie sich selbst doch nur ganz katzenhaft benehme. Das Ende hält dann noch eine unerwartete Wendung bereit. Axel Scheffler hat die lustige Geschichte der bekannten Kinderbuchautorin Anne Fine, erstmals 1996 bei Diogenes in deutscher Sprache erschienen, mit farbigen Bildern versehen, die kongenial den leicht makabren Humor der Geschichte unterstreichen. Erstleser werden ihren Spaß daran haben. Das Buch ist hervorragend zum Vorlesen geeignet, auch für einen Vorlesewettbewerb.



Stiftung Lesen-Rezension
"Okay, okay, hängt mich ruhig auf!" Nein, das ist kein Zitat aus einem Italo-Western. Vielmehr spricht hier ... eine Katze! Nicht irgendeine Katze, sondern - zumindest wenn es nach den Aussagen ihrer empört-geschockten Besitzerfamilie geht - um eine große, fette Psychopathin, die angeblich nicht nur arme kleine Mäuse meuchelt, sondern sogar den fetten Nachbarshasen Hoppel durch die Katzenklappe zerrt. Was dadurch erschwert wird, dass er - obwohl ein Hase - mausetot ist. Es handelt sich also um kaltblütigen Mord! Und diese Untat setzt eine Kette von höchst geheimnisvollen nächtlichen Vorkommnissen in Gang. Unter anderem eine Hasenleichenwäsche, einen rabiaten Föhn-Einsatz, einen schwarz maskierten Familienvater beim Anschleichen auf das Nachbargrundstück und ... ein wahrhaftiges Wunder am darauf folgenden Morgen. Aber auf Kuschel (!), die Killerkatze, hat ja auch wieder keiner gehört ... Eins vorab: Ein Erstleserbuch ist das wohl eher nicht! Höchstens, was den Umfang und das Verhältnis zwischen Text und der grandiosen Bebilderung angeht (übrigens kann wahrscheinlich niemand sonst eine Katze so hinterhältig, unschuldig, überfordert oder bis ins Mark getroffen ins Bild setzen wie Axel Scheffler). Und ganz sicher haben Kinder beim Vorlesen dieser Auferstehungsgeschichte der besonderen Art auch ihren Spaß. Ob sie allerdings in so haltloses Kichern verfallen wie die Großen? Die neuen Leiden des verkannten K. leben vom pikiert-renitenten Tonfall des Ich-Erzählers, der die ständigen Anklagen leid ist: "Du lieber Himmel, ich bin nun mal eine Katze! Und hätte man denn wissen können, dass die Flecken aus dem Teppich nicht rausgehen?" Der Witz liegt fast immer in dem, was da gar nicht steht. Aber der Sinn für diese besondere Form der Komik sollte schließlich so früh wie möglich gefördert werden ... Wer nach einem hintergründigen Vorlesestoff sucht, der auch Erwachsene zum Lachen bringt, ist mit diesem Katzenkiller-Kabinettstückchen jedenfalls aufs Allerbeste bedient. Ab 6 und für Katzenfans jeden Alters.




Okay, okay, hängt mich ruhig auf! Ja, ich hab den Vogel getötet. Du lieber Himmel, ich bin nun mal eine Katze!Kuschel ist eine Katze. Sie jagt Vögel, buddelt Löcher ins Blumenbeet und schleppt tote Mäuse an. Alles ganz normal, findet sie.Ihre Familie sieht das anders - allen voran Ellie, die jedes Mal in Tränen ausbricht, wenn Kuschel eines ihrer »Geschenke« auf die Fußmatte legt. An einem Donnerstag ist Kuschel besonders stolz: Etwas dreckig vom Gezerre durch Garten und Katzenklappe, doch gut erhalten,liegt Hoppel, der Hase der Nachbarin, in der Küche. Tot. Mausetot. Kuschels Familie gerät in Panik. Hoppel muss zurück in seinen Stall! Aber in diesem Zustand? Also rücken ihm Ellie und ihre Eltern mit warmem Wasser, Bürste und Fön zu Leibe ...Anne Fine hat ein ganz anderes Katzenbuch geschrieben: Kuschels Tagebucheinträge sind katzenkomisch und herrlich schräg - so wie auch Axel Schefflers Bilder, die er für diese Neuausgabe gezeichnet hat. Ein Buch, das Erstleser, Lesemuffel und K
atzenfreunde begeistert.

Scheffler, Axel
Axel Scheffler, geboren 1957 in Hamburg, lebt als freischaffender Illustrator in London. Bei Beltz & Gelberg erschienen bereits viele von ihm illustrierte Kinder- und Jugendbücher. Sein Bilderbuch »Der Grüffelo«, das er zusammen mit Julia Donaldson gemacht hat, ist international zu einem Klassiker geworden.
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