Nele langweilt sich

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medienprofile-Rezension

Frisch erzählte Geschichte von geschwisterlicher Verantwortung.
Der kleinen Nele ist so sterbenslangweilig, dass sie sogar mit ihrer kleinen Schwester Lena zum Bäcker geht, nur um die Zeit rumzukriegen. Doch da passiert's: Durch das Schaufenster sieht sie, dass draußen einem Mädchen ein Pferd durchgeht. Das ist natürlich so interessant, dass Nele die Bäckerei verlassen muss. In diesem Moment hat sie ihre kleine Schwester im Kinderwagen völlig vergessen. Als Nele zurückkommt, steht der Kinderwagen nicht mehr da, wo Nele ihn zurückgelassen hat: "In ihrem Bauch ist eine geballte Kugel Schreck." Gott sei Dank hört sie alsbald das Weinen Lenas und sie findet diese in der Obhut von zwei besorgten Frauen. Zuhause gibt's Kuchen und Nele erzählt natürlich nichts von ihrem aufregenden Abenteuer. Eine hübsche und frisch erzählte Geschichte von geschwisterlicher Verantwortung. Adressaten sind wohl vor allem Mädchen am Ende der ersten Klasse, die auch wegen der lebhaften Illustrationen an der realitätsnahen Geschichte Gefallen finden dürften.



Stiftung Lesen-Rezension
Kleine, rosafarbene Denkblasen ohne Inhalt und vor rabenschwarzem Hintergrund: Auf welche Gefühlslage könnte das wohl hindeuten? Gut mitgedacht: Auf Langeweile und ziemlich miese Laune! Bevor Neles Geschichte also überhaupt losgeht, wissen junge Leser/innen Bescheid. Und wahrscheinlich kennen sie das ja auch: Es gibt Tage, an denen ist alles langweilig – und vor allem die Vorschläge, die Mama dann bereit hält. Wie öde! Etwas lesen, Amelie besuchen, zum Bäcker gehen oder – Gipfel der Langeweile – mit der kleinen Schwester spielen. Aber da sich nun einfach nichts Besseres ergibt, wird die kleine Lena eben in den Kinderwagen gepackt und Richtung Bäcker geschoben. Dass ein so ätzend langweiliger Tag dann aber noch derart turbulent und spannend wird, hat Nele wirklich nicht ahnen können ... Auch Bücher für Leseanfänger dürfen witzig und nah an der Lebenswelt der Kinder sein! Nele ist da ein gelungenes Beispiel: Mit Witz, originellen Illustrationen und vielen Impulsen zum Mitdenken und –fühlen werden die jüngsten Leser nicht nur an die Welt der Buchstaben und Geschichten herangeführt, sondern auch noch bestens unterhalten. Auf dass Denkblasen immer so vergnüglich gefüllt werden! Ab ca. 7 Jahren.

Nele langweilt sich! Aber zum Malen hat sie keine Lust und zum Lesen erst recht nicht. Ihre Freundin Amelie hat keine Zeit und ihre kleine Schwester Lena schläft. Jetzt soll sie auch noch ihrer Mutter beim Aufräumen helfen. Da geht sie lieber mit Lena im Kinderwagen zur Bäckerei und kauft Kuchen. Plötzlich quietschen Autoreifen, zwei Pferde sind außer Kontrolle geraten. Jetzt ist richtig was los. So viel, dass Nele sogar ihre kleine Schwester vergisst.

Anne Maar wurde 1965 geboren. Nach dem Abitur ging sie als Regieassistentin und Regisseurin ans Theater und schrieb Drehbücher, unter anderem für die Kinderserie "Siebenstein". Seit 1991 lebt sie in einem kleinen Dorf in Unterfranken und schreibt Kinderbücher.

Manuela Olten, geboren 1970, studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in Offenbach mit dem Schwerpunkt Illustration. Sie lebt als freie Illustratorin in Offenbach und veröffentlichte seither zahlreiche Bilderbücher.
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