Akim rennt

Ausgezeichnet mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2014 und dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2014, Kategorie Bilderbuch

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medienprofile-Rezension

Die eindringlich erzählte und gezeichnete Geschichte eines Flüchtlingskindes, dessen Dorf bombardiert und von Soldaten überfallen worden ist.
Akims Dorf, bisher vom Krieg verschont, wird bombardiert, er wird von seiner Familie getrennt, ihr Haus ist zerstört. Eine fremde Frau kümmert sich um ihn, bis ihn Soldaten in ihr Lager mitnehmen. Bei einem Angriff kann er fliehen und rennt, bis er andere Flüchtlinge trifft. Gemeinsam erreichen sie schließlich den Grenzfluss, überqueren ihn und werden von einer Hilfsorganisation in ein Flüchtlingslager gebracht. Der kleine Akim ist einsam und verzweifelt und trauert um seine Familie - doch dann findet er im Lager seine Mutter. Nicht der knappe Text, sondern die Bilder erschüttern in diesem Bilderbuch von Claude Dubois. Sie zeigt in flüchtig hingeworfenen Bleistiftskizzen die schrecklichen Gefühle, die Krieg, Verfolgung und Flucht besonders in Kindern wie Akim auslösen: Angst, Verzweiflung, Trauer, Einsamkeit und Nicht-Verstehen-Können, was passiert. Ein äußerst wichtiges Buch, um Kindern und auch Jugendlichen und Erwachsenen zu zeigen, was diese Flüchtlingsdramen bedeuten, deshalb unterstützen auch Amnesty International und Pro Asyl dieses Buch. Kinder ab acht Jahren sollten es zusammen mit Erwachsenen anschauen, die ihnen Fragen zu dem Thema beantworten können, für Jugendliche ist es eine wichtige Diskussionsgrundlage.

Ein Bilderbuch, das einem den Atem nimmt: Akim rennt um sein Leben - sein Dorf wurde von Soldaten überfallen.

In Akims Dorf scheint der Krieg weit weg. Irgendwann erreicht er das Dorf am Kuma-Fluss doch: Akim wird von seiner Familie getrennt, ihr Haus zerstört. Eine unbekannte Frau nimmt sich des Jungen an. Dann aber kommen Soldaten und machen ihn zu ihrem Gefangenen. Irgendwann kann Akim fliehen: er rennt und rennt. Im Gebirge stößt er auf andere Flüchtlinge. Gemeinsam gelingt es ihnen, den Grenzfluss zu überqueren und ein Flüchtlingslager auf der anderen Seite zu erreichen. Und dort passiert ein großes Wunder: Er findet seine Mutter.
Dies skizzenhafte Bilderbuch erzählt mit wenig Text, dafür aber in umso eindrücklicheren Bildern eine Geschichte, die das Schicksal so vieler Kinder dieser Welt zeigt. Claude Dubois widmet das Buch ihrer Mutter, die während des 2. Weltkriegs auch ein verlorenes Kind war.

Dubois, Claude K.
Claude K. Dubois, geboren 1960 in Verviers, Belgien, unterrichtet Illustration an einer berühmten Kaderschmiede dieses Faches, dem Institut Saint-Luc in Lüttich/Liège/Luik, wo sie auch selbst studiert hat. Sie veröffentlichte mehr als 40 Bilderbücher, von denen bei Moritz Ich hab euch so lieb! und Mano, Wüstensohn vorliegen.
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