Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

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medienprofile-Rezension

Der Schriftsteller Matt Haig berichtet von seiner zurückliegenden Depression und Angststörung.
Panikattacken und Depression trieben den 24-jährigen Matt Haig buchstäblich an den Abgrund. Was ihm widerfuhr, war ihm so unfassbar fremd, dass er gar nicht erst auf den Gedanken kam, dass er krank sei. Es folgten die drei schmerzhaftesten Jahre seines Lebens, in denen destruktive Gedanken und extreme körperliche Reaktionen die Überhand hatten. Er zog mit seiner Freundin Andrea bei seinen Eltern ein, die ihm in dieser Zeit bedingungslos beistanden. 15 Jahre brauchte Haig, um den Mut zu finden, über seine damaligen Erfahrungen zu schreiben. Das tut er nun in lockerem Stil, sehr persönlich und eindringlich in kurzen Kapiteln, ergänzt mit allgemeinen Informationen und Tipps. Das Buch ist jedoch kein Ratgeber, eher ein Appell an Betroffene, dass sie mit der Erkrankung nicht allein sind und Hoffnung besteht. Seine wichtigste Botschaft: Es geht vorüber, es WIRD besser. "Dieses Buch ist der Beweis, dass die Depression lügt. [Sie] spiegelt dir falsche Tatsachen vor. Aber die Depression selbst ist keine Lüge ... [a]uch wenn sie unsichtbar ist." (S. 6) Haig hat mit viel Zeit, Liebe, Achtsamkeit und Yoga gelernt, mit der Krankheit umzugehen und ein glückliches Leben zu führen, auch wenn er weiß, dass Rückfälle möglich sind. Was er früher für selbstverständlich hielt (z.B. sich normal fühlen, mit Freunden sprechen), schätzt er mehr und genießt das Leben entschlossener. Seine Empfindsamkeit hat ihn außerdem zum Schreiben gebracht (u.a. "Ich und die Menschen", BP/mp 14/704, sein persönlichster Roman). - Auch wenn Depression und Angststörungen nie genau gleich erfahren werden, so kann das Buch für andere doch tröstlich sein und Angehörigen und Freunden die so schwer zu beschreibende Innenperspektive vermitteln und mehr Verständnis bewirken. Sehr empfohlen. (Übers.: Sophie Zeitz)
Empfohlen von

Mitarbeiter-Foto
Franziska Kühn
Buchhändlerin
Bonifatius Buchhandlung, Dortmund
In einer ehrlichen, warmherzigen und tiefgründigen, hier und da auch sehr humorvollen Art und Weise erzählt Matt Haig über die Zeit, in der er an einer Depression erkrankte und über den Weg, wie er die dunklen Phasen überwinden konnte. Er schreibt in kurzen, verständlichen Kapiteln, so dass es leicht fällt, sich dem schweren und bedrückenden Thema zu nähern. Ein gelungenes, wunderbares Buch ist es, das Hoffnung und Mut macht. Gleichzeitig beschreibt es in einleuchtenden Erklärungen und Bildern, was eine Depression für Betroffene bedeuten kann.

Es gibt wirklich gute Gründe, dieses Buch zu lesen.

"Weise, komisch, lebensbejahend."
Joanne Harris
Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein - ebenso unterhaltsam wie berührend.

"Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien." Matt Haig

Haig, Matt
Matt Haig wurde 1975 in Sheffield geboren und hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem Bestseller 'Ich und die Menschen'.

"Bücher sind Medizin."
Kathrin Weßling, spiegel.de 29.11.2016
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