Eine Geschichte ohne Ende

Ein Bilderbuch aus Brasilien. Ausgezeichnet mit 'Die schönsten deutschen Bücher, Stiftung Buchkunst, Kategorie Kinder- und Jugendbücher', 2016. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016, Kate

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medienprofile-Rezension

Die Urwald-Tiere bekommen von magischer Hand ein buntes Kleid geschenkt.
Krokodil und Raubkatze, Affe, Vogel, Schlange, aber auch die Sonne und die Bäume sind von schwarzer Farbe. Da sitzt eine Gestalt unter dem Baum, die alle mit roter Farbe schmückt. Die Begeisterung ist groß, bis ein heftiger Regenschauer kommt ... Diese "Geschichte ohne Ende" lässt sich immer wieder betrachten: die Tiere können benannt, ihre neuen Kleider bestaunt werden. Selbst wenn die Erzählrichtung von rechts nach links verläuft, wirkt die Geschichte schlüssig, weil sie in ihrer Linearität in der Betrachtung und der Namensgebung erste Lektüreschritte setzt. Das Buch ist für kleinste Hände geschützt durch dicke Pappseiten und die Erzählung funktioniert auch ohne Text. Mit minimalem Aufwand wird die Geschichte der brasilianischen Sagen-Gestalt Curupira, dem Beschützer der Tiere, erzählt (wie im Anhang erläutert wird). Die expressive Exotik versetzt die Betrachter in einen Lese-Raum, der in seiner Fremdheit und Bekanntheit die Zeichen setzt für jedes weitere Lese-Erleben der Kinder.

Kommst du mit auf einen Spaziergang durch den Urwald? Ein Ameisenbär kommt daher, dicht gefolgt von einem Panther. Der Kolibri schwirrt über der Schildkröte, und wo will das Gürteltier denn hin? Oh, die Schwanzspitze einer Schlange, Gefahr?Aber nanu, da taucht eine Hand auf. Wir folgen der Farbspur. Tatsächlich, einen ganzen Topf mit roter Farbe hat der Meister zur Hand. Alle wollen etwas davon: Der Papagei, der Marienkäfer und der Leopard. Jeder Einzelne bekommt eine prächtige Gestalt. Hier ein Federkleid, dort eine gestreiftes Fell, ein schillernder Panzer und prächtige Borsten. He, bitte nicht drängeln, alle kommen dran!Die ganze farbige Pracht leuchtet unter der Sonne. 'Bin ich schön?', fragt sich nicht nur der Tukan. Doch dann zieht eine dicke Regenwolke auf. Das ist nun mal der Lauf der Dinge ... Ein grosser Kreislauf ist hier im Gange und das Ende des Buches führt uns direkt an seinen Anfang zurück. Die Geschichte beginnt auf jeder Seite neu und ist nie zu Ende. Ganz ohne W
orte ist doch alles gesagt.
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