Wünsche sind für Versager

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medienprofile-Rezension

Bewegender Jugendroman zum Thema Pflegefamilien und Vernachlässigung.
Olivia lebt, seit sie fünf Jahre alt ist, in Pflegefamilien, nachdem ihre Mutter sie und ihre Geschwister vernachlässigt hat. Die ständigen Orts- und Familienwechsel lösen in Olivia starke Verlustängste aus und sie weigert sich, menschliche Nähe zuzulassen. In Familie Nummer 16 angekommen, ändert sich alles für sie. Zum ersten Mal versuchen ihr Pflegevater und die -geschwister nicht, Olivia zu ändern, sondern nehmen sie so, wie sie ist. Dass plötzlich niemand mehr auf ihre Spleens eingeht, überfordert Olivia so sehr, dass sie sich Wahnvorstellungen hingibt und es zur Katastrophe kommt. - Die Autorin erzählt sehr einfühlsam und anschaulich mit der Stimme eines seelisch tief verletzten Kindes dessen Lebens- und Leidensgeschichte. In Rückblicken erfährt der Leser von verzweifelten Pflegefamilien, die Olivia Sicherheit und Geborgenheit vermitteln wollen und nicht zu ihr durchdringen, und von solchen, die keinen Deut besser sind als die Mutter, die Olivia misshandelt hat. Olivia kann ihre Ängste nicht in Worte fassen, aber dem Leser offenbart sie ihre verzweifelte Hoffnung auf Liebe und eine echte Familie. Das Buch endet mit einem kleinen Hoffnungsschimmer, denn sie scheint zu begreifen, dass auch sie sich öffnen muss und nicht erwarten kann, dass Menschen immer nur auf sie zugehen. - Ein bewegendes Buch, das durch die vorlaute, teilweise aggressive Erzählerinnenstimme ein erschreckend reales Bild zeichnet. (Übers.: Beate Schäfer)

16 Familien und Heime, das ist die nüchterne Bilanz der erst elfjährigen Olivia. Olivia fasst schwer oder gar kein Vertrauen, zu oft ist sie enttäuscht worden. Emotionale Nähe versetzt sie in Panik, und zugleich sehnt sie sich unendlich nach Liebe, Freundschaft und Familie. Doch wer sollte sie schon mögen, wütend und unberechenbar, wie sie ist? So ist Olivia zunächst irritiert, wie gelassen die Iveys reagieren, zu denen sie gerade gekommen ist. Das Leben mit ihnen könnte so schön sein. Doch je stärker Olivias Bindung wird, desto größer wird ihre Angst, dieses endlich gefundene Zuhause wieder zu verlieren. Ein hochemotionales Jugendbuch und zugleich ein starkes Plädoyer für mehr Achtsamkeit.

Sally Nicholls, 1983 geboren, studierte Philosophie und Literatur. In einem Schreibseminar verfasste sie ihren Debütroman - mit nur 23 Jahren. Bis heute wurde ihr Erstlingswerk "Wie man unsterblich wird" mit mehreren renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet und in 16 Sprachen übersetzt.
Sally Nicholls lebt in London.

"Ein intensiver, trauriger, zugleich auch hoffnungsvoller Roman. Das Wagnis der Autorin, jener verschlossenen, misstrauischen, äußerst liebebedürftigen Olivia eine Stimme zu verleihen, die hier nie aufgesetzt oder gezwungen klingt, geht vollkommen auf." Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 14.07.2019

"Mit großem Einfühlungsvermögen, ... und dabei ungemein literarisch ... Sally Nicholls ... ist eine der wichtigsten Stimmen im Kanon der internationalen Jugendliteratur. ... drei Bücher später, zeichnen sich bei aller Variationsfreude, die sie in den Themen beweist, Konstanten eines beeindruckenden Werks ab ... In vier großartigen Jugendbüchern nahm sie immer die Perspektive derer ein, die als Kinder in einer Welt, in der auf Erwachsene nur schwer Verlass ist, ihren Weg finden müssen, zur Not auch gegen die Eltern und Erzieher. Das ist nicht neu in der Jugendliteratur, wurde aber kaum einmal mit dieser Konsequenz, diesem Mitgefühl und zugleich mit dieser erkenn
baren Distanz geleistet - nie macht sie es sich und ihren Figuren leicht, es gibt keine einfachen Lösungen, aber es gibt zugleich auch immer Figuren, die verkörpern, dass es noch in den schwersten Zeiten einen Weg gibt, sich den Anforderungen mit Würde zu stellen. ...." Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.05.16

"Sally Nicholls hat eine widerständige und widerspenstige Heldin geschaffen. Ihr Buch ist keine leichte Kost - und unbedingt empfehlenswert." Judith Scholter, Die Zeit, 07.07.16

"Ein großartiges Buch, unbedingt empfehlenswert." Jürgen Reuß, Badische Zeitung, 21.06.16

"Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre für alle angehenden Erzieher und Sozialarbeiter werden ... Sally Nicholls ist eine Meisterin der Tiefe und der Einfühlsamkeit." Ulrike Schmoller, litterula.de, 20.04.16

"Absolute Leseempfehlung. Ich werde Wünsche sind für Versager noch lange in Erinnerung behalten." Sophie Bramberger, Buchblog: lizzynet.de, 17.03.16

"Ein tiefer Blick in eine Kinders
eele, äußerst reflektiert erzählt aus der Perspektive einer Olivia, die vieles nicht vergessen wird und auch nicht vergessen kann. Aber die erkannt und verstanden hat und somit nicht mehr das hilflose Mädchen von damals ist. Vielleicht eben doch ein leises Happy End." Leni Fuchs, Eselsohr, 01.04.16

"Ein erschütternder Roman, der unter die Haut geht." Denise Racine, Pädagogisches Zentrum PZ.BS (www.edubs.ch), 16.09.16
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