Wir und ich

Roman

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medienprofile-Rezension

Eine dysfunktionale Familie mit makelloser Fassade strauchelt.
Die Vandersandens leben in einer kleinbürgerlichen Villensiedlung in Flandern. Stefaan hat in einem Pharma-Unternehmen Karriere gemacht und ist mit der reichen Mieke verheiratet, die sich genauso perfekt im Griff hat wie die Fransen ihrer Teppiche. Die brave Tochter Sarah lehnt sich als Teenager zunehmend gegen ihre überspannte Mutter auf und verachtet ihren apathischen Vater, der mit Problemen bei der Arbeit und dunklen Gedanken kämpft. Miekes Bruder Jempy, das schwarze Schaf der Familie und doch "der Einzige, der ein Rezept fürs Leben hat, das funktioniert", stört gelegentlich die Kreise der Vandersandens. Aber das, was die Kleinfamilie wirklich erschüttert, braut sich langsam zusammen ... - Der erste ins Deutsche übersetzte Roman der bekannten flämischen Autorin ist mit viel schwarzem Humor, frischen Bildern und kleinen "belgischen" Anspielungen gespickt. Die Handlung beginnt 1980 mit Sarahs Geburt, den meisten Platz nimmt jedoch das Jahr 1998 ein. Unterschiedliche Erzählperspektiven erlauben einen Blick hinter die Fassaden der Figuren. Durch den hohen Klischeeanteil gewinnt der Roman jedoch zu wenig Tiefe für seinen Umfang. Authentische Interaktionen und Entwicklung finden vor allem im letzten Kapitel (2013 in New York) statt, das den Leser mit der Frage entlässt, wie viel Familie im Blut liegt und ob man dem bzw. ihr entkommen kann. - Eher ab mittleren Beständen empfohlen. (Übers.: Isabel Hessel)

Die Mutter Neurotikerin aus altem Geldadel, der Vater ein Kontrollfreak, der Onkel Häftling auf Freigang, die Oma eine alte Ziegenhirtin - die Vandersandens sind so überspannt wie vermögend. Nur Einzelkind Sarah will raus aus dem goldenen Käfig. Ein herrlich ironischer Gesellschaftsroman über eine verkorkste Familie.

In der Villengegend "Der Berg" spielt sich hinter hohen Hecken das geordnete und mehrfach alarmgesicherte Leben der Familie Vandersanden ab. Mutter Mieke kämmt zur Entspannung Teppichfransen. Vater Stefaan hat für jede Lebenssituation den passenden Dylan-Song parat. Und Tochter Sarah muss Besuch von Schulfreunden zwei Wochen im Voraus anmelden. Bis eines Tages Miekes Bruder aus dem Gefängnis entlassen wird, sich bei Vandersandens einquartiert und Sarah die Welt jenseits des Kokons der Langeweile zeigt. Saskia de Coster erzählt von der Einsicht, dass materielle Sicherheit nicht vor dem Risiko des Lebens schützt. Und von dem Vergnügen, Ungewissheiten ins Gesicht zu lac
hen.

Saskia de Coster, geboren 1976 in Löwen, ist eine der renommiertesten und erfolgreichsten Autorinnen Belgiens. Für »Wir und ich« wurde sie mit dem Opzij-Literaturpreis ausgezeichnet.

"Saskia de Coster erzählt so klug und erfrischend, dass man oft laut auflachen muss, bevor einem das Lachen dann doch wieder im Halse stecken bleibt. Immer wieder findet die Autorin verblüffende Bilder für scheinbar bekannte Situationen, und staunend verfolgen wir den Vandersandens in ihrem täglichen Kampf gegen Ängste, die uns doch sehr bekannt vorkommen."
Bettina Baltschev, mdr Kultur, 31.05.2016

"Saskia de Costers Roman "Wir & ich" ist bitterböse und komisch zugleich. Nichts entgeht dem scharfen Blick der Autorin, der Leser wird zum amüsierten Voyeur des unheilvoll schwelenden Familiendramas."
Brigitte Wir, August 2016

"Ein herrlich unterhaltsamer Roman über das pralle Leben, das sich auch aus dem eingezäunten Villengrundstück mit Alarmanlage nicht draussen halten lässt."
Annabelle, 18.05.2016

"Ein ebenso komischer wie tragischer Roman über Familiengeheimnisse und -bindungen."
Emma, September/Oktober 2016

"Beklemmend, wie einsam drei Menschen unter einem Dach sein können."
Myself, Juni 2016

"Ein bitterböser und amüsanter Roman. Saskia De Coster legt ihre Protagonisten auf den Operationstisch und seziert sie kaltblütig."
Franziska Wolffheim, Spiegel Online, 22.3.2016

"Saskia de Coster hat mit "Wir & Ich" einen wirklich bösen, faszinierend gut beobachteten Familien- und Gesellschaftsroman geschrieben. Da bleibt einem oft das Lachen im Hals stecken. Und: der Roman spielt zwar in Belgien, aber er könnte überall spielen."
Nadine Kreuzzahler, inforadio, 12.6.2016

"Ein herrlich ironischer Gesellschaftsroman über eine verkorkste Familie. Saskia de Coster erzählt von der Einsicht, dass materielle Sicherheit nicht vor dem Risiko des Lebens schützt. Und von dem Vergnügen, Ungewissheiten ins Gesicht zu lachen."
Szene Köln Bonn, Mai 2016

"De Coster schreibt erzählerisch leicht, voller Sprachwitz, mitunter giftig, aber jederzeit mitreißend."
Jasmin Margarete Hlatky, literaturktik.de, Juli 2016
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Roman
TROPEN , 2020
Gebunden
  • Noch nicht erschienen. Erscheint laut Verlag am 14.03.2020.
24,00 €
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