Stürmische Jahre

Die Manns, die Riesers, die Schwarzenbachs

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medienprofile-Rezension

Politische Auseinandersetzungen in der Schweiz während der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland.
Im Mittelpunkt des Buches steht das Ehepaar Rieser. Ferdinand Rieser, ein Schweizer Unternehmer, hat das Züricher Schauspielhaus erworben und führt dort mit Unterstützung seiner Frau Marianne, Schwester von Franz Werfel, mehrere antifaschistische Stücke auf. Dagegen wenden sich immer wieder gewalttätige Proteste der 'Frontisten', Schweizer Faschisten, die dem Nazi-Regime in Deutschland nahe stehen. Zu ihnen gehört James Schwarzenbach, Spross einer Fabrikantendynastie, die eine geistige Nähe zum Nationalsozialismus hegt. Zur gleichen Zeit erregt Erika Mann mit ihrem Kabarett die 'Pfeffermühle' Aufsehen. Hasler gelingt es, die politischen und persönlichen Spannungsfelder, innerhalb derer sich die befreundeten Familien Rieser, Mann und Schwarzenbach begegnen, glaubhaft zu vermitteln und die menschlichen Tragödien, die daraus resultieren, intensiv nachzuerzählen. Eine Mischung aus Sachbuch und historischem Roman, die den Leser in die Zeit des Nationalsozialismus zurückführt, betrachtet aus dem Blickwinkel der auf Neutralität bedachten Schweiz.

Thomas Mann mit Familie, Franz Werfel, Annemarie Schwarzenbach, Alma Mahler - berühmte Autoren fanden vor dem Krieg in Zürich zusammen, mittendrin das heute vergessene Ehepaar Ferdinand und Marianne Rieser. Ihrem Engagement war es zu verdanken, dass das von ihnen gekaufte und privat betriebene Theater am Pfauen zu einer Heimat im Exil für viele durch den Nationalsozialismus gefährdete Schauspieler aus Deutschland wurde. Sie spielten riskante, nazikritische Stücke. In ihrer romanhaften Art erzählt Eveline Hasler von der angstvoll kreativen Anspannung damals, Schauplätze sind auch Wien, Prag und München. Ein starkes Porträt von Menschen, die mit angehaltenem Atem das Ungeheure erwarten.

Eveline Hasler wurde in Glarus geboren, studierte Psychologie und Geschichte in Fribourg und Paris und war einige Zeit als Lehrerin tätig. Heute lebt sie im Tessin. Sie schreibt vor allem historische Romane, aber auch Lyrik, Kinderbücher, Kolumnen, Reportagen sowie Radio- und Zeitschriftenbeiträge. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schubart-Literaturpreis, dem Meersburger Droste-Preis für Dichterinnen und dem Justinus-Kerner-Preis. 1990/91 war sie Guest Lecturer am German Department der City University in New York. Ihre Bücher wurden bisher in zwölf Sprachen übersetzt.

"Die Schicksale und Zeitumstände werden geschickt präsentiert, wie hingetuscht, mit leichter Hand verwoben." Beatrice von Matt, Neue Zürcher Zeitung, 09.09.2015

"Einfühlsam und überzeugend zeichnet Eveline Hasler das Porträt des Ehepaars Rieser. ... Eveline Hasler hat mit ihrem historischen Roman einem viel zu lange übersehenen Paar der Kulturgeschichte ein würdiges Denkmal errichtet." Alexis Schwarzenbach, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 30.08.15

"Die kurzen Geschichten sind spannend erzählt - vermitteln anschaulich ein Stück Schweizer Geschichte."
Klaus Lieber, Schweizer Familie, 03.09.15

"Ein authentischer, facettenreicher und leichtfüssiger Roman"
Theodora Peter, Neue Luzerner Zeitung, 24.08.2015

"In spannenden Szenen, die den Verlauf jener politisch brisanten Jahre nachzeichnen, wird deutlich, wie viel auf dem Spiel stand. Einzelne Schicksale beleuchtet sie stellvertretend für alle."
Monika Melchert, Sächsische Zeitung, 10.10.2015
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