ICH kann nicht reden. IHR könnt nicht schweigen.

Ich, mein Autismus und woran ich glaube

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medienprofile-Rezension

Einem jungen Autisten gelingt es, mit seinen Mitmenschen über einen PC zu kommunizieren.
Die Eltern von Federico merkten schon früh, als er etwa ein Jahr alt war, dass mit ihrem Sohn etwas nicht stimmte. Die Ärzte stellten bald fest, dass ihr Sohn Autist ist und die Eltern versuchten von dem Zeitpunkt an alles, um ihn zu fördern und ihm wichtige Hilfestellungen für sein Leben zu geben. Er ging in normale Schulen und hatte immer das Glück, auf verständige Lehrer zu treffen, die ihn ebenfalls förderten und ihm halfen. In diesem Buch gibt er einen tiefen Einblick in sein Leben als Autist. Es ist von dem Gefühl bestimmt eingesperrt und einsam zu sein. Er analysiert viele Verhaltensweisen seiner Mitmenschen und erklärt, womit er warum nicht klarkommt. Aus seiner Sicht (wie auch aus der Sicht vieler anderer Autisten) sind beiden Seiten, Autisten und Neurotypische, wie er Nichtautisten nennt, unfähig, miteinander zu kommunizieren. Sein Leben ist für ihn eine lange Flucht aus dem Unverständlichen, was z.B. dazu führte, dass es für ihn zunächst immer ein großes Problem war, auf einem Weg umzukehren und die gleiche Strecke zurückzugehen. Immer wieder erklärt er, dass er nur durch die große Liebe seiner Eltern und seiner Familie dahin gekommen ist, wo er heute steht. Durch sie wurde er zur Religion hingeführt und einige Abschnitte des Buches beschäftigen sich mit seinem Glauben. Darüber hinaus macht er sich aber auch Gedanken, ob es für ihn eine Liebesbeziehung geben könnte. Ein sehr berührendes Buch, das zum Nachdenken über das Verhalten gegenüber Menschen anregt, die anders sind. Für alle Büchereien sehr zu empfehlen.

Federico ist Autist. Er kann kaum sprechen, Beziehungen aufzubauen fällt ihm extrem schwer. Als Jugendlicher beginnt er, am Computer zu schreiben, was er nicht sagen kann: Worte, Sätze, Gedanken, Gefühle. Er kommuniziert, findet Freunde, die ihn nehmen, wie er ist: genau wie sie, nur anders. Und er schreibt seine Geschichte auf, erzählt vom "Gefängnis" seiner Sprachlosigkeit, vom Versuch, herauszukommen, von dem, was er denkt, und davon, wie er "tickt". Auch von dem, was ihn trägt, was er glaubt ...
Federico De Rosa wurde von der Stadt Rom zur "Person des Jahres 2015" ernannt. Ein berührendes Buch, ein Beitrag ganz eigener Art zum Thema Integration, eine - wenn man so will - Lektion über den Reichtum des "Anders-Seins" anderer. Weil jeder etwas zu geben hat.

Stefan Liesenfeld, Jahrgang 1962, Dipl.-Theol., verheiratet, zwei Kinder. Herausgeber und Übersetzer vieler spiritueller und theologischer Werke.
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