Geteilte Geschichte

25 deutsch-deutsche Orte und was aus ihnen wurde Mit einem Bildessay von Götz Schleser

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Einzelne Orte erzählen deutsch-deutsche Geschichte.
25 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands ist das Wissen um das eisige deutsch-deutsche Verhältnis in den Jahren des Kalten Krieges, um menschliche Tragödien und spektakuläre Fluchtversuche bei vielen kaum mehr vorhanden. An diese Zeit der Teilung zu erinnern, sie an Orten zu zeigen, an denen Zusammengehörigkeit und Abschottung, Fanatismus und Pragmatismus sichtbar und konkret greifbar waren, ist das Anliegen dieses Buches. Unter verschiedenen Aspekten - u.a. Schicksalsorte, Grenzlinien, Handelswege - werden die komplizierten Beziehungen zwischen der BRD und DDR beleuchtet, aber nicht nur mit Blick auf politische Prozesse, sondern auch auf die gelebte Wirklichkeit, wie z.B. die problematische Ausstellung von Reiseerlaubnissen, die gezielte Sonderbehandlung von Westtouristen oder das Ausloten trickreicher Handelsbeziehungen. In den aufschlussreichen, spannend erzählten Geschichten - festgemacht an 25, damals für Ost wie West wichtigen, heute veränderten oder nicht mehr existenten Orten - beschreiben Ingolf Kern und Stefan Locke, veranschaulicht durch die lebensnahen Berichte authentischer Zeugen, den bedrückenden, teils absurden Alltag an geografisch relevanten Berührungspunkten der beiden deutschen Staaten. Außergewöhnliche Fotografien von Götz Schleser ergänzen die beeindruckende Spurensuche. - Geeignet für alle Bestände!

Die Mauer dominierte das Verhältnis der beiden deutschen Staaten und verstellte oft den Blick dafür, dass es in der Realität viele Berührungspunkte gab. Ingolf Kern und Stefan Locke haben nach Orten gesucht, an denen die Gemeinsamkeit, aber auch der Irrsinn der Teilung sichtbar wurden, Orte, die heute vielfach vergessen sind, an die nichts mehr erinnert. Da ist das Postzollamt Falkenberg, in dem täglich Tausende Westpakete kontrolliert wurden, das Ausflugslokal Zenner in Ost-Berlin, das im oberen Stockwerk in einem separaten Teil Westtouristen bewirtete, oder das Dorf Mödlareuth, das durch einen kleinen Fluss in zwei Welten geteilt war - die eine gehörte zu Thüringen, die andere zu Bayern. Der entfernteste Ort liegt in Kanada/Neufundland, wo der kleine Flughafen Gander zum Schlupfloch im Eisernen Vorhang wurde - für privilegierte Transitreisende aus der DDR auf dem Weg nach Kuba. Die Autoren stellen 25 Orte vor, die in besonderer Weise mit der deutsch-deutschen Geschichte verbunde
n sind, und berichten, was inzwischen aus ihnen geworden ist.

Kern, Ingolf
Jahrgang 1966, lebt in Berlin, war u.a. Feuilletonredakteur bei der Welt und der FAZ; seit Herbst 2014 Direktor der Abteilung Medien und Kommunikation der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Locke, Stefan
Jahrgang 1974, Reporter mit Büro in Dresden, schreibt Reportagen, Interviews und Porträts für die FAZ, die FAS, Cicero und die ZEIT.

Eine spannende Publikation, die ungeschönt an unterschiedlichste Facetten deutsch-deutscher Geschichte erinnert. Annerose Kirchner, OTZ-Ostthüringer Zeitung Eine hochinteressante und teilweise überaus amüsante Spurensuche. Morgenpost am Sonntag Locke und Kern schaffen es mit ihren Texten, gleichzeitig den Alltag der Zweistaatlichkeit in den achtziger Jahren zu beschreiben, aber auch die Absurdität und den Schrecken der Teilung aufleben zu lassen. Jan Kanter, Thüringer Allgemeine In "Geteilte Geschichte" nehmen die beiden Journalisten die Leser mit ihrer Ost-West-Perspektive auf eine Bild- und ereignisreiche Reise, die auch mit Kuriositäten und Verrücktem aufwartet - im wahrsten Sinne des Wortes. Hans-Peter Canibol, Huffington Post Die Autoren entrümpeln "archäologische Stätten der Zeitgeschichte" und zeigen, dass es zwischen 1949 und 1989 auch eine gesamtdeutsche Realität gab. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
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