Donner und Dory! Klein, aber oho

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medienprofile-Rezension

Dory ist mit einer blühenden Fantasie ausgestattet - ihre Umwelt von dieser Eigenschaft eher geschlagen.
Dory ist das jüngste von drei Kindern. Sie kann ein reizendes Kind sein, neugierig, furchtlos, fantasiebegabt, aber auch vorlaut, dreist, voll überbordendem Selbstbewusstsein und permanent um Aufmerksamkeit bemüht. Besonders nervig ist ihr Alter Ego "Mary", die außer ihr niemand sieht, deren Existenz aber ganz praktisch ist, weil Dory alle Missgeschicke ihr zuschreiben kann. So wird sie von den beiden älteren Geschwistern schon mal ausgeschlossen. Aber eines Tages ist alles anders, als sie von der Fee "Herr von Morps" in ein Hündchen verwandelt wird und es mit Frau Knorpel-Knacker zu tun bekommt. - Die Geschichte greift ein Phänomen auf, das in bestimmten Entwicklungsphasen mancher Kinder zu finden ist. Ein Fantasiewesen agiert für das Kind in der Wirklichkeit. Und obwohl es eigentlich weiß, dass es "nur" ein Rollenspiel ist, erlebt es das alles als völlig real, mit allen Ängsten und Erfolgserlebnissen. Dies führt zu vielen komischen, unsinnigen und verblüffenden Dialogen und Szenen. Die Geschichte wurde mit s/w-Zeichnungen illustriert. Diese unterschiedlich großen Einzelbilder werden lose in den Text integriert, der selten länger als eine halbe Seite Fließtext ist. Die Menge wäre also von geübten Erstlesern zu bewältigen, das Layout und die Sprache stellen jedoch eine komplexere Herausforderung dar. - Für jede Bestandsgröße geeignet.



Stiftung Lesen-Rezension
Donner und wer? Na, Donner und Dory natürlich! Denn wo die 6-jährige Dory mit ihren aberwitzigen Ideen aufschlägt, fallen allen anderen eigentlich nur Verwünschungen ein. Oder - wie ihren geplagten Geschwistern Charlotte und Luca - nur noch eigene, fantastische Erfindungen. Zum Beispiel die Furcht einflößende Frau Knorpel-Knacker, die 507 Jahre alt ist, sehr spitze Zähne hat und ständig auf der Suche nach Kleinkindern ist. Oder besser: nach Kindern, die sich so kindisch benehmen wie Dory. Leider haben die beiden Großen nicht bedacht, dass ihre kleine Schwester schon jede Menge Erfahrung mit ausgedachten Figuren hat - schließlich heckt sie seit langem sämtliche Streiche gemeinsam mit ihrer unsichtbaren Freundin Mary aus. Und so entwickeln diese zwei nicht nur Bekämpfungsstrategien für Frau Knorpel-Knacker - ihnen fällt noch viel mehr ein, womit Dory garantiert Beachtung bei den Großen findet ... Comic-Romane funktionieren nicht nur bei älteren Kindern. Man kann sie auch erstaunlich gut in Etappen vorlesen! Jedenfalls wenn Text und Bilder die turbulente Handlung perfekt abgestimmt wiedergeben, die Kapitel eine überschaubare Länge haben und die Heldin direkt dem (ganz normalen?) Kinderalltags-Wahnsinn entsprungen zu sein scheint. Ihre Fantasiefreunde und -feinde fügen sich jedenfalls stimmig in die lange Reihe literarischer Vorbilder ein und bringen schrägen Humor und Chaos vom Allerfeinsten in geordnete Kinderzimmer. Mutig genug! Dann los(lesen)! Zum Vorlesen ab 6, zum Selberlesen ab 8.

Sie ist lustig. Sie ist mutig. Sie hat Fantasie.

Die Jüngste zu sein ist ziemlich doof, wenn die älteren Geschwister einen immer zu kindisch finden. Dory ist schon sechs, und trotzdem rollen Charlotte und Luca jedes Mal die Augen, wenn sie mitmachen will. Also bleibt Ratte, so Dorys Spitzname, nichts anderes übrig, als in ihrer eigenen Welt zu spielen, wo ihr das Lieblingsmonster Mary stets zu Diensten ist und sie Herrn von Morps, ihre gute Fee, von jeder Banane aus anrufen kann. Und auch mit der 507 Jahre alten Frau Knorpel-Knacker, die die Großen nur aus Rache erfunden haben, erlebt Dory das Abenteuer des Jahrhunderts. Doch dann brauchen Charlotte und Luca eine Heldin in der wirklichen Welt - und Dory ist zur Stelle!

Hanlon, Abby
Abby Hanlon war als Kind sehr fantasievoll, führte gern Selbstgespräche und dachte sich Geschichten aus. Als sie - wider Willen, aber unweigerlich - erwachsen wurde, sah sie im Beruf der Lehrerin die Chance, wieder in die Welt der Kinder einzutauchen. Inspiriert davon, wie selbstverständlich Kinder mit Worten und Bildern eine Geschichte erzählen können, begann sie, ihre eigenen Geschichten niederzuschreiben und sich selbst das Zeichnen beizubringen. Heute lebt sie als Autorin und Mutter von Zwillingen mit ihrer Familie in Brooklyn, New York.

"Toll geschrieben und mit wunderbar komischen Comic-Illustrationen." Brigitte
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