Die Eroberer

Portugals Kampf um ein Weltreich

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medienprofile-Rezension

Wie das kleine Portugal durch gezielten Einsatz verschiedenster Kräfte im 15. Jh. ein Weltreich erschuf.
Das gut recherchierte und spannend zu lesende Buch beschreibt, wie es Portugal, dem kleinen Land am Rande Europas, gelingen konnte, ein koloniales Weltreich aufzubauen, dessen politische Vorherrschaft zwar nicht viel länger als 100 Jahre dauerte, dessen kulturelle und zivilisatorische Wirkung jedoch erst in unserer Zeit schwindet. Im ausgehenden 15. Jh., seit der muslimischen Eroberung Konstantinopels von apokalyptischen Vorstellungen geprägt, sahen sich die Herrscher der Iberischen Halbinsel in der Pflicht, den Islam auszurotten und für eine weltweite Verbreitung des Christentums zu sorgen. Auch Portugal (König Manuel I.) sah sich auserwählt, wegen des von Muslimen kontrollierten Gewürzhandels einen neuen Seeweg nach Indien zu finden. Loyale Befehlshaber, Abenteurer, Forscher und wagemutige Seefahrer (z.B. Almeida, Albuquerque, Vasco da Gama, Pedro Alvares Cabral) schufen mit verhältnismäßig wenigen Männern und einfachsten Mitteln, aber mit ungeheurem Ehrgeiz und großer Brutalität eine neue Form von Weltreich, das sich auf eine mobile Seemacht stützte, durch ständige Kontakte und Aktionen, durch den Einsatz von Missionaren, Kaufleuten und Wissenschaftlern die einzelnen Länder bzw. Stützpunkte miteinander verband. Tee gelangte nach England, chinesische Seide nach Europa, afrikanische Sklaven nach Amerika ... - Fesselnd und informativ! Ab mittleren Beständen zu empfehlen!

1497 umsegelt Vasco da Gama das Kap der guten Hoffnung und findet den lange gesuchten Seeweg nach Indien. Das kleine Königreich Portugal schlägt damit die Spanier im Wettlauf zu den Gewürzinseln im Osten. In der erstaunlich kurzen Zeit von 30 Jahren erobern die Portugiesen den Indischen Ozean und gewinnen die Kontrolle über den lukrativen Gewürzhandel - immer im Zeichen der christlichen Missionierung und mit dem erklärten Ziel, den Islam zu besiegen. Drei Jahre nach da Gama soll Pedro Álvares Cabral das Tor zu Indiens Gewürzmärkten vollends aufstoßen - und landet in Brasilien. Portugal ist damit auf dem Sprung zum kolonialen Weltreich.
Mit gewohnter Sachkenntnis und anhand vieler Augenzeugenberichte erzählt Roger Crowley die Geschichte der abenteuerlichen Entdeckungen, von Geld und religiösem Eifer, Diplomatie und Spionage, Mut und Brutalität.

Crowley, Roger
Roger Crowley hat in Cambridge Englische Literatur studiert. Heute lebt er als freier Sachbuchautor in England.

"[Dieses] spannend zu lesende Buch liefert eine gute Einführung in jene Ära der Zeitenwende, die die Weltgeschichte für immer radikal veränderte." Damals

"Crowley [...] erweist sich wieder einmal als Meister seines Genres." Kreuzer

Denis Scheck in 'druckfrisch' zu Crowley's Buch 'Konstantinopel 1453': "Mich hat dieses Buch in einen regelrechten Leserausch versetzt, wie ich ihn lange nicht mehr erlebt habe."

"...fesselnd erzählt[e] Geschichte." Amerindian Research
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