Das Mädchen Wadjda

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2016, Kategorie Kinderbuch

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medienprofile-Rezension

Ein grünes Fahrrad ist der Traum von Wadjda, die gegen Saudi-Arabiens strenge Regeln für Mädchen rebelliert.
Die zehnjährige Wadjda liebt es, durch die Gassen zu flitzen und mit ihren Freund Abdullah Abenteuer zu erleben. Doch das ist in Saudi-Arabien für Mädchen nicht vorgesehen. Auch Abdullah leidet unter der sozialen Kontrolle durch seine Freunde. Nur wenn sie alleine sind, können die beiden einen unbefangenen Umgang miteinander haben. Eines Tages sieht Wadjda ein wunderschönes grünes Fahrrad in einem Laden, und sie träumt davon, damit mit Abdullah um die Wette zu fahren. Um das Geld zu besorgen, meldet sie sich sogar für den schuleigenen Koran-Rezitationswettbewerb an. - Hayfa Al Mansour ist die erste Filmemacherin Saudi-Arabiens, einem Land, in dem Kinos verboten sind. Ihr im Westen sehr erfolgreicher Film ist Grundlage für dieses Buch, das nicht nur ein Kinderbuch ist. Es geht um das Verhältnis zwischen Männern und Frauen in einer von der Religionspolizei kontrollierten Gesellschaft. Es ist zwar der naive Blick einer Zehnjährigen, die die Regeln hinterfragt, doch in den Reflexionen kommt immer wieder die Sicht der im Westen ausgebildeten Regisseurin durch. Im Mut machenden Ende blitzt die Möglichkeit von Veränderung auf, nicht zuletzt durch Wadjdas Komplizenschaft mit der Mutter. - Sehr gerne empfohlen. (Übers.: Catrin Frischer)

Ein unbeirrbares Mädchen. Ein grünes Fahrrad. Und ein großer Traum.

Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda (gesprochen: Wodschda) wünscht sich nichts sehnlicher als das grüne Fahrrad aus dem Laden um die Ecke. Dass Mädchen in ihrem Land gar nicht Rad fahren dürfen, interessiert den kleinen Wildfang wenig. Stattdessen setzt sie ihren Plan, sich das Geld für das Fahrrad selbst zu verdienen, geschäftstüchtig auf dem Schulhof um - bis ihr die strenge Schulleiterin auf die Schliche kommt. Da fällt Wadjda nur noch der hoch dotierte Koranwettbewerb der Schule ein; gleichzeitig eine willkommene Gelegenheit, sich wieder mit den Lehrerinnen gutzustellen. Am Ende kommt zwar alles ganz anders als gedacht, dennoch verliert Wadjda nie ihren Mut. Und so geht der lang gehegte Traum doch noch in Erfüllung ...

Al Mansour, Hayfa
Hayfa Al Mansour ist die erste Frau in Saudi-Arabien, die Filme macht, sie gilt als eine der wichtigsten Filmschaffenden des Königreichs. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Literatur von der American University in Kairo und einen Master in Regie- und Filmstudien der University of Sydney.Der Erfolg ihrer drei Kurzfilme, sowie die internationale Anerkennung für ihren preisgekrönten Dokumentarfilm Women Without Shadows, hat eine ganze neue Welle von saudi-arabischen Filmemachern beeinflusst und führte dazu, dass auf den Titelseiten der Zeitungen über die Eröffnung von Kinos diskutiert wurde. Im Königreich wird ihre Arbeit sowohl gelobt als auch verteufelt, weil sie Diskussionen über Themen anregt, die allgemein als Tabu angesehen werden, wie Toleranz, die Gefahr des Orthodoxen und die Notwendigkeit, die traditionelle und restriktive Kultur mit kritischem Blick zu betrachten. Durch ihre Filme und ihre Arbeit für Fernsehen und Printmedien hat Al Mansour sich den Ruf
erworben, die Mauer des Schweigens zu durchdringen, die das Leben der saudi-arabischen Frauen begrenzt, und ihnen ein Forum für ihre ungehörten Stimmen zu schaffen.»Das Mädchen Wadjda« ist ihr erstes Kinderbuch und eine Adaption ihres erfolgreichen gleichnamigen Spielfilms. 2016 wurde Hayfa Al Mansour dafür mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

"Wer hätte gedacht, dass in diesem Herbst das stärkste Mädchen der Kinderliteratur aus Saudi-Arabien stammt?" Süddeutsche Zeitung
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