Das hier ist kein Tagebuch

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016, Kategorie Jugendbuch und Kategorie Preis der Jugendlichen

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medienprofile-Rezension

In einem Tagebuch versucht Bou den Suizid seiner Mutter zu verarbeiten.
Boudewijn kommt über den Suizid seiner psychisch kranken Mutter nicht hinweg. Auf Anordnung seines Vaters führt er Tagebuch. Bou beschreibt darin seine Gefühle, seine Wut darüber, dass die Mutter ihm eigentlich nie eine gute Mutter war und die Trauer über ihren Tod. Er schreibt über seinen Vater, seine Tante und seine kleine Schwester, die er abgöttisch liebt und die eine kindlich naive und gleichzeitig herzerweichend nüchterne Einstellung zu den Geschehnissen hat. Schließlich hilft ihm Pauline, eine Klassenkameradin, zu der sich eine zarte Beziehung entwickelt, wieder einen normalen Alltag zu leben. Bous Tagebucheinträge wirken echt, unverblümt und lassen den Leser nah an das Innenleben des Protagonisten heran. - Ein schmales Buch für Jugendliche ab 14 Jahren, das zwar schnell gelesen ist, dabei aber sehr beeindruckt und umso länger nachwirkt. (Übers.: Rolf Erdorf)

Er tut es widerwillig, aber doch. Tag für Tag zeichnet Boudewijn auf, was mit ihm
los (bzw. nicht los) ist, was er fühlt (oder nicht fühlen kann), weil das passiert
ist: Seine Mutter hat sich umgebracht. Schreibend, denkend und erinnernd löst
er sich allmählich aus der Starre einer tiefen Depression. Und die Wut auf
diese 'dumme egoistische Kuh!' weicht echter Trauer.
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