Damals, am Meer

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medienprofile-Rezension

Um ihr altes Zuhause in Süditalien zu verkaufen, fährt ein Großvater mit seinem Sohn und dem Enkel ein letztes Mal in seine frühere Heimat.
Nicolas Großvater Leonardo stammt aus Barletta, einem kleinen Städtchen in Apulien, von wo er in den 50er Jahren nach Mailand zog, um der Armut als mittelloser Landarbeiter zu entfliehen. Die Wohnung im Süden wollte er nicht aufgeben, um sich die Möglichkeit einer Rückkehr offen zu lassen. Jetzt aber ist er alt, das Haus am Meer verfällt und wird deshalb von der Familie nicht einmal mehr als Feriendomizil genützt. Nun soll alles verkauft werden und Nicola, sein Vater Riccardo und der Großvater machen sich auf den Weg Richtung Süden. Nicht nur die Hitze heizt die Atmosphäre im Wagen während der langen Fahrt auf, vor allem auch die schon bestehenden Spannungen zwischen den Generationen tragen dazu bei. Schonungslos wird Bilanz gezogen und alte Wunden brechen erneut auf. In Barletta versuchen die drei, die verwahrloste Wohnung wenigstens so weit herzurichten, dass sie wieder bewohnbar ist. Vor allem dem Großvater wird hier schmerzlich bewusst, dass sie in ihrer Heimat zu Fremden geworden sind. Freunde von früher sind gestorben, viele lehnen die "Auswanderer" ab, wenige geben ihnen noch das Gefühl der Zugehörigkeit. Letztendlich müssen sie die Wohnung weit unter Wert verkaufen. - Ist Heimat dort, wo man wohnt, oder dort, wo man herkommt, oder ist Heimat nur ein Zuhause in Erinnerungen und Träumen? Neben dem allgemeinen Generationenkonflikt wird in diesem Roman das Thema Entwurzelung und Entfremdung auf beachtenswerte Weise in den Blick genommen. - Für alle Bestände sehr zu empfehlen! (Übers.: Maja Pflug)

Drei Männer in einem Auto, drei Generationen auf einer Reise quer durch Italien. Nicola und sein Vater haben sich breitschlagen lassen, Großvater Leonardo zu begleiten, um die Wohnung am Meer zu verkaufen, unten in Apulien, wo schon lange keiner mehr war. Das sind sie dem Nonno schuldig, der, "groß und stark wie ein Krieger", Analphabet und Kommunist, alle Kinder und Enkel der Familie erzogen hat, die der Arbeit wegen in den Norden gezogen ist. Doch jetzt scheint die große Familie auseinanderzufallen, und für jeden stellt sich die Frage: Wo bin ich wirklich zu Hause? Widerwillig machen sich Großvater, Vater und Sohn gemeinsam auf den Weg, jeder erfüllt von seinen ganz eigenen Erinnerungen. Für Nicola ist "la casa al mare" das Feriendomizil, der Ort der ersten Liebschaften, für den Vater die Erinnerung an seine eigene Jugend, für Nonno Leonardo die Heimat, in die doch alle einmal zurückkehren wollten, das letzte gemeinsame Bindeglied. Behutsam nähern sich die drei ganz unterschiedl
ichen Männer einander an. Drei Generationen, die sich erinnern, drei Sprachen, um das Italien von gestern und heute zu erzählen, die Emigration und den Verlust der Wurzeln, den Wunsch, neu aufzubrechen und einen Ort zu finden, an dem man bleiben will.

Marco Balzano wurde in Mailand geboren, wo er Italienische Literatur unterrichtet. Er schreibt für Zeitschriften und hat bereits einen Gedichtband und Essays veröffentlicht. 'Damals, am Meer' ist sein erster Roman.
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