Den Himmel mit Händen fassen

Lesebuch zu Fastenzeit, Karwoche und Ostern

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 Borromäusverein e.V.
Das Fasten hat in den letzten Jahren eine gewisse Popularität erlangt. Auf etwas verzichten - zumindest zeitweise -, dadurch frei werden, Ballast abwerfen - das ist gut für die Gesundheit und zugleich auch für die Umwelt. Doch woher kommt das Wort "fasten" eigentlich? Wer im neuen "Lesebuch für Fastenzeit, Karwoche und Ostern", das Rudolf Bischof und Klaus Gasperi unter dem Titel "Den Himmel mit Händen fassen" herausgegeben haben, die Erklärung des Wortes "fasten" liest, erlebt durchaus eine Überraschung. Im Althochdeutschen hatte das Wort "fasten" keineswegs die Bedeutung "verzichten", ganz im Gegenteil, es heißt vielmehr: "festhalten". Diese ursprüngliche Wortbedeutung zeigt die Richtung an, in welcher der Sinn des Fastens gesucht werden muss: Es geht nicht um das Verzichten als solches, wir sollen vielmehr durch das Loslassen von Unwichtigem wieder zurückfinden zu dem, was uns Halt und Sinn gibt, woran wir uns festhalten können. Die nächste Überraschung: Die Herausgeber haben für ihr Lesebuch zur Vorbereitung und Begleitung der österlichen Tage neben biblischen Texten nicht in erster Linie religiös-meditative und fast gar keine theologischen, dafür umso mehr literarische Texte ausgewählt. Es sind viele Gedichte und einige kurze Erzählungen, in denen bekannte wie unbekanntere Autorinnen und Autoren direkte oder auch eher indirekte religiöse Erfahrungen und Erlebnisse literarisch zum Ausdruck bringen. Nicht immer ist da der Bezug zu religiösen Inhalten auf den ersten Blick ersichtlich - doch werden zu Beginn jedes Abschnitts die Grundgedanken kurz erläutert, die zur Zusammenstellung dieser Textauswahl zum jeweiligen Thema geführt haben. Die biblischen Texte werden oft in einem eigenen Text von Rudolf Bischof interpretiert. In sechs thematischen Kapiteln - die in den sechs Wochen der Fastenzeit gelesen werden können - werden verschiedene Aspekte der Fastenzeit vertieft. Zunächst geht es um das bereits angesprochene Thema, dass es in der Fastenzeit darauf ankommt, sich wieder neu mit dem göttlichen Urgrund zu verbinden, sich neu an dem auszurichten, was wirklich wichtig ist. Dann geht es um den tiefen Brunnen, den man in der eigenen Seele finden kann, wenn man durch achtsames Hören ein weites Herz bekommt. Der dritte Abschnitt widmet sich der Frage, wie man durch Verzicht gewinnen, nämlich zu einer größeren Tiefe, zu dem, was wirklich wichtig ist, gelangen kann. Mitten in der Fastenzeit gibt es eine Evangelienstelle, die schon einen Vorausblick auf Ostern wagt, die Verklärung Jesu auf einem hohen Berg - Anlass für die Frage, wo im Alltag bereits das Eigentliche durchscheint. Ein weiterer Schritt auf dem Weg nach Jerusalem ist die Reinigung des Tempels von den Geldwechslern und Händlern, hier sind wir gefragt, wovon wir den inneren Tempel unserer Seele reinigen müssen. Im sechsten Abschnitt werden die zahlreichen Grenzen und Hindernisse in den Blick genommen, die uns den Blick für das Wesentliche verstellen können. Der Höhepunkt der Fastenzeit ist schließlich die Karwoche, zu deren Ereignissen es ein eigenes, das ausführlichste Kapitel gibt. Es folgt das Kapitel über das Geheimnis der Auferstehung an Ostern - und schließlich gibt es noch einen Abschnitt zur nachösterlichen Zeit, in dem die Erfahrung zur Sprache kommt, dass die Auferstehungserfahrung auch weiterwirkt, wenn scheinbar längst die Monotonie des Alltags zurückgekehrt ist. Es sind natürlich weniger ausformulierte Erkenntnisse und Einsichten als vielmehr neue Zugänge, neue Perspektiven, neue Formulierungen, die man aus den versammelten Texten mit Gewinn ziehen kann. Als Beispiel mag das ganz knappe, aber wunderbare Sprachbild der Dichterin Christine Lavant dienen: "Ich weiß nicht, ob der Himmel niederkniet, wenn man zu schwach ist, um hinaufzukommen." So kann dieses Lesebuch für viele Leserinnen und Leser zum Anlass werden, Fastenzeit und Ostern wieder neu zu erleben und dabei das Wesentliche in den Blick zu bekommen. Thomas Steinherr

(medienprofile-Rezension; ausgezeichnet vom Borromäusverein e.V. und dem Sankt Michaelsbund Diözesanverband München und Freising e.V. als Religiöses Buch des Monats März 2022)

 

Fastenzeit und Ostern bewusst erlebenMit inspirierenden Texten von Dichter:innen und Mystiker:innenOstern - das wichtigste Fest der Christen - steht oft im Schatten des viel beliebteren Weihnachtsfestes. Dabei umfasst Ostern das ganze Leben in all seinen Höhen und Tiefen. Dieses Lesebuch lädt dazu ein, dieses Fest und der Weg dorthin, die Fastenzeit, bewusst zu erleben. Die Fastenzeit unterbricht nicht nur den Alltag einer Leistungs- und Konsumgesellschaft, sie stellt auch die Frage nach dem, was im Leben wirklich Halt gibt. Sie führt hinter die hübschen Fassaden des Immer-Weiter und Immer-Mehr und gibt dem Bedürfnis nach Tiefe Raum. In neun Kapiteln von Aschermittwoch bis Ostern präsentiert dieses Lesebuch nachdenkliche Texte und Gedanken von Schriftsteller:innen und Mystiker:innen, die sich aufgrund ihrer Kürze auch im hektischen Alltag gut lesen lassen. Die Texte wollen dazu beitragen, die Fastenzeit und die Karwoche als eine Zeit der bewussten persönlichen Vertiefung und des i
nneren Wachstums zu erleben.Mit Beiträgen von Leonardo Boff, Dietrich Bonhoeffer, Martin Buber, Christine Busta, Hilde Domin, Etty Hillesum, Rainer Maria Rilke, Helga Schubert, Dorothee Sölle, David Steindl-Rast, Leo Tolstoj, Elie Wiesel und anderen.Tipps: Der spirituelle Begleiter durch die FastenzeitEin niveauvolles Geschenk in edler Ausstattung mit Prägung und LesebändchenAuszeichnung:Religiöses Buch des Monats März 2022 (Borromäusverein und St.-Michaelsbund)

Bischof, RudolfDie Herausgeber verbindet die Liebe zur Literatur und zu spirituellen Texten, die den Himmel erahnen lassen und gleichzeitig gut geerdet sind.RUDOLF BISCHOF, geb 1942, ist katholischer Priester; er war Regens des Priesterseminars in Innsbruck, Dompfarrer in Feldkirch, Generalvikar der Diözese Feldkirch und hat langjährige Erfahrung in Geistlicher Begleitung.

"Die Zusammenstellung von Texten bekannter und teilweise vergessener Autoren haben die Herausgeber Rudolf Bischof und Klaus Gasperi mit sehr viel Bedacht und literarischer Kenntnis vorgenommen. Es ist ihnen mit dieser Sammlung ein tiefgründiges Lesebuch für die Fastenzeit, die Karwoche und Ostern gelungen." Die Tagespost 2022 Auf eliport.de, als Rezension des Monats März 2022 Evang. Literaturportal "Die Zusammenstellung von Texten bekannter und teilweise vergessener Autoren haben die Herausgeber [...] mit sehr viel Bedacht und literarischer Kenntnis vorgenommen. Es ist ihnen mit dieser Sammlung ein tiefgründiges Lesebuch für die Fastenzeit, die Karwoche und Ostern gelungen." "Die Texte sind sorgfältig ausgewählte Fundstücke - jedes für sich ein funkelndes Stückchen Inspiration. [...] Man entdeckt staunend, dass sich gerade unter den Dichterinnen und Dichtern auch heute noch begnadete Gottsucher finden..." Der Sonntag - Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen "Es sind wen
iger ausformulierte Erkenntnisse und Einsichten als vielmehr neue Zugänge, neue Perspektiven, neue Formulierungen, die man aus den Texten mit Gewinn ziehen kann. So kann dieses Lesebuch für viele Leserinnen und Leser zum Anlass werden, Fastenzeit und Ostern wieder neu zu erleben und dabei das Wesentliche in den Blick zu bekommen." Borromäusverein - Buch des Monats "Der Gedichtband "Den Himmel mit Händen fassen" ist ein idealer Begleiter durch die Fasten- und Osterzeit" Die Tagespost "Neues Buch lädt ein, die Fastenzeit "bewusst zu erleben"" kathpress "...sie ist aber gerade deswegen sehr zu empfehlen, weil die sorgsam ausgewählten Texte aus einer ungewohnten Perspektive überraschende und neue Einsichten eröffnen, die den Blick für das Wesentliche dieser Zeit schärfen." biblio. Österreichisches Bibliothekswerk
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