Das offene Gastmahl

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Abendmahl und andere Mahlformen bei Jesus und in der Geschichte der Kirche.
In diesem Buch geht es um ein Thema, das der evangelische Theologe und Publizist Zink in vielen anderen Büchern und Artikeln auch früher schon behandelt hat: um das Mahlhalten bei und mit Jesus. Er unterscheidet dabei das Abendmahl, das letzte Mahl Jesu mit seinen Freunden, das auf seine Kreuzigung, die Auferstehung und Wiederkunft verweist, und auf die vielen anderen Mähler, an denen Jesus nach Auskunft des Neuen Testaments immer wieder teilgenommen hat: in Kana, mit Sündern und Zöllnern, mit einer "Sünderin" bei einem Pharisäer, bei der sogenannten Brotvermehrung usw. Niemanden hat er von solchen Mählern, bei denen es oft laut und fröhlich zugegangen sein muss, ausgeschlossen. Er hielt sie offen für alle. Ziel war es dabei immer, dass der Mensch gesund an Leib und Seele wurde, eine Verbindung mit Jesus erlebte und allein schon durch die Teilhabe Vergebung der Sünden erlangte. Zink plädiert dafür, dass solch "offene" Mähler auch heute viel häufiger in den Kirchen angeboten werden, als es bisher schon geschieht. So könnten die Kirchen zeigen, dass sie niemanden ausschließen. Dass es diese Offenheit beim Abendmahl wegen der Einstellung der katholischen Kirche immer noch nicht gibt, kritisiert er mit deutlichen Worten. - Leicht verständlich stellt Zink in diesem Buch sein Konzept des offenen Gastmahls vor. Dass er dabei auch Kritik an der Haltung der katholischen Kirche zum gemeinsamen Abendmahl bzw. katholisch gesprochen zur gemeinsamen Eucharistie übt, schmälert nicht den Wert seiner Überlegungen, zumal diese Kritik auch von vielen Katholiken geteilt wird. Für aufgeschlossene, ökumenisch interessierte und engagierte LeserInnen eine gewinnbringende Lektüre.

Abendmahlsfeiern - in offener Vielfalt das Gemeinsame suchen

In den Berichten um Jesus von Nazareth spielen gemeinsame Mahle eine besondere Rolle: zum einen das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Freunden, das Fest der Zuversicht, in seiner Nachfolge sich zu bewähren; zum anderen aber - viel öfter - fröhliche Gastmahle, die er mit den Armen und Ausgegrenzten in Galiläa begeht, laute und lebhafte Feste der Hochzeit Gottes mit seinem Volk. Beide Formen der Gemeinschaft sind für Christen bedeutsam.

Das in der Passionsgeschichte verwurzelte Abendmahl wird in der näheren Zukunft auch weiterhin nicht von allen Christen gemeinsam gefeiert werden können. Deshalb werden heute vielfach Elemente des Abendmahls und der offenen Gastmahle verbunden, zum Beispiel in "Feierabendmahlen" auf Kirchentagen oder in den Gemeinden. Aber die festlichen, offenen Gastmahle Jesu sind ein noch viel weiter gefasstes Angebot: Es kennt keine religiöse Begrenzung, sondern schließt alle ein, die teilnehmen wollen
- gerade auch Fremde und Außenseiter.

In diesem Buch verdichtet Jörg Zink sein in einem langen Leben gewachsenes Verständnis der offenen Gastmahle Jesu zu einem eindringlichen Plädoyer für ein neues christliches Selbstbild, ein neues Handeln der Konfessionen und eine neue Theologie: unter dem Leitbild einer vorbehaltlosen Einladung aller zu offenem Dialog und Versöhnung, mit dem Ziel der Gestaltung einer gerechten, friedlichen Zukunft in der globalisierten Welt.

Ein anspruchsvolles und provokantes Buch zum Thema Abendmahl
Das heilige Abendmahl und das offene Gastmahl - zwei Arten, die Nähe zu Gott zu feiern
Ein kontroverses Buch auch zum Kirchentag im Mai 2013

Dr. Jörg Zink, geboren 1922, ist einer der bekanntesten evangelischen Theologen der Gegenwart. Eine Vielzahl erfolgreicher Bücher zu Fragen des christlichen Glaubens und Lebens stammen aus seiner Feder. Er lebt mit seiner Frau in Stuttgart.

"Zink leuchtet in spirituell feinsinniger Sprache die Facetten des offenen Gastmahls aus." Norbert Copray, Publik-Forum "Buch des Monats"
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