Schuberts Winterreise

Lieder von Liebe und Schmerz

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medienprofile-Rezension

Über die vielschichtigen Hintergründe eines der ganz großen Kunstwerke der abendländischen Kulturgeschichte.
Franz Schuberts "Winterreise" wird jedes Jahr zigmal in den Konzertsälen aller Welt aufgeführt - wie ist die ungebrochene und kulturübergreifende Faszination dieser 24 Lieder für eine Singstimme und Klavier zu erklären? Der englische Ausnahme-Tenor Ian Bostridge sieht die ungeheure Anziehungskraft dieses Liederzyklus gerade im unerklärlich Geheimnisvollen begründet, den sowohl Text wie musikalische Gestaltung jener 24 Lieder ausstrahlen - und versucht deshalb erst gar nicht, den Schleier dieses Geheimnisses irgendwie zu lüften. Stattdessen fragt er danach, was dieses so komplexe Kunstwerk "uns heute sagen könnte, wie eine Flaschenpost, die 1828 in die Fluten des kulturellen Ozeans geworfen wurde". Und der studierte Historiker Bostridge weiß wirklich ein kultur- (aber auch natur-) geschichtliches Füllhorn auszugießen beim Mitvollzug dieser Winterreise. Lied für Lied geht er die Bilder, Metaphern und Symbole durch, die auf der Wanderung (zum Teil immer wieder) auftauchen, schildert mögliche Bezüge des Dichters und Komponisten und entfaltet vor uns einen großartigen Gang durch das frühe 19. Jahrhundert. Dabei erweisen sich der düstere Weg des einsamen Wanderers durch Eis und Schnee und die Tiefen der eigenen Seele immer mehr als Bild für den Lebensweg des Menschen überhaupt. Musikwissenschaftliche Analysen werden bewusst ausgespart - was den Leserkreis erheblich vergrößert -, dafür aber interessante Einblicke in die Arbeitsweise eines Spitzensängers gewährt. "Besser kann ein Sachbuch gar nicht sein", schrieb Elmar Krekeler in der 'Welt' - nach der Lektüre kann man schon verstehen, warum.

Schuberts Winterreise, vollendet in den letzten Monaten seines kurzen Lebens, ist eines der eindrucksvollsten und rätselhaftesten Meisterwerke der europäischen Kultur. Einst geschrieben für intime Gelegenheiten, füllt der Liederzyklus heute die größten Konzertsäle der Welt.

Ian Bostridge, ein Interpret von Weltrang, erschließt in seinem faszinierenden Buch nicht nur Kontext und Wirkung der 24 Lieder. Es gelingt ihm auch, uns jene zeitlos magische Energie nahezubringen, die Schuberts Wanderer in einen Spiegel unserer eigenen Seele verwandelt.


Ian Bostridge gehört zu den großen Liedsängern unserer Zeit. Er hat zahlreiche preisgekrönte Opern- und Liedaufnahmen eingespielt, darunter mehrfach auch die Winterreise, und gibt Liederabende in ganz Europa, den Vereinigten Staaten und Asien. Bostridge hat Geschichte an der Universität Oxford studiert, wo er auch als Professor für Musik lehrt. Er schreibt regelmäßig für The Times Literary Supplement und The Guardian.

"Ein großer Wurf und jedem Musikfreund zu empfehlen (...) spannend wie ein Krimi."
Franz Adam, Münchner Feuilleton, Dezember 2015

"Die Lektüre von Bostridges Buch wird den Leser hellhöriger und empfänglicher machen für Schuberts Meisterwerk."
Joachim Kronsbein, Literatur Spiegel, Dez 15/Jan 16

"Kenntnisreich, lebendig und im schönsten Sinne unterhaltend."
Alfred Brendel, Die Zeit, 26. November 2015

"Selten vereint ein Buch auf diesem Niveau historisches Wissen und musikalische, gut nachvollziehbare Analysen mit Einblicken in die Arbeit eines Ausnahmesängers."
Dagmar Penzlin, Deutschlandfunk, 6. Oktober 2015

"Schuberts 'Winterreise' hören und das Buch von dem englischen Sänger Ian Bostridge dazu lesen - etwas Schöneres kann man in diesem Herbst kaum tun."
Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung, 13. Oktober 2015

"Ein Wundertütenbuch wie dieses, das gab es bisher noch nicht."
Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Oktober 2015

"Ein Glück für die interessierte
Leserschaft (...) Ein Buch klar wie Quellwasser, mit eben jener Präzision und Liebe verfasst, von der auch die Interpretation des Sängers zeugen."
Corinne Holtz, Neue Züricher Zeitung, 27. September 2015

"Der Tenor Ian Bostridge hat eine Einführung in Schuberts 'Winterreise' geschrieben - und rührt darin an das Geheimnis von Kunst überhaupt. Über den Glücksfall eines Musikbuchs."
Lucas Wiegelmann, Welt am Sonntag, 6. September 2015

"Ein unfassbares Buch. Eine Wunderkammer."
lmar Krekeler, Literarische Welt, 5. September 2015
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