"In Eile - wie immer!"

Neue unbekannte Briefe

  • Sofort lieferbar
27,90 €
inkl. MwSt.
medienprofile-Rezension

Neue Briefe Gustav Mahlers.
Mahlers Witwe Alma übergab 1924 bereits dem Verleger Zsolnay ein großes Briefkonvolut des 1911 verstorbenen Komponisten. Franz Willnauer legt nun den dritten Band seiner Briefentdeckung des Wiener Meisters vor. Kein anderer versteht so sachkundig, die Briefe, vielmehr die Beziehungen Mahlers zu den Empfängern, zu kommentieren wie der 83-jährige Musikwissenschaftler Willnauer, der selbst über 3000 Briefe Mahlers in Kopie besitzt. Die 250 im Buch versammelten "neuen", weil erstmals veröffentlichten Briefe umspannen Mahlers Leben von der Studentenzeit bis ins vorletzte Lebensjahr und sind an 35 verschiedene Adressaten gerichtet. Privates, Geschäftliches, Musikalisches - immer flammend, getrieben und noch im Geschäftlichen direkt und frei formuliert. Spannend für Mahler-Freunde etwa die Briefe an die unerfüllte Jugendliebe im Kapitel "Drei Frauen um Mahler". Wie überhaupt Willnauer in der Präsentation der Briefe statt chronologische Strenge walten zu lassen nach Briefempfängern ordnet und diese in sechs übersichtliche Kapitel gruppiert. - In dieser Vielfalt und glänzenden Präsentation der Briefe ist der Band ein Muss für Mahler-Freunde. Für Büchereien wohl eher nur in sehr großen Beständen zu finden.

Die Jugendliebe Josephine Poisl und der beleidigte Dichter Hugo von Hofmannsthal, Wiens "schönste Adelige", Gräfin Misa von Wydenbruck, und der New Yorker Konzertmeister Theodore Spiering, die Sängerin Selma Kurz und der Komponist Alexander Glasunow: sie alle waren Briefpartner Gustav Mahlers, der als Komponist, Dirigent und Operndirektor mit seiner Korrespondenz ein Netzwerk über halb Europa geknüpft hat. 35 seiner Briefpartner und mehr als 250 unbekannte Briefe versammelt dieser Band. Entstanden ist ein facettenreiches Bild von Gustav Mahler, ein Brief-Band, der sowohl spannende Lektüre für alle Freunde seiner Musik als auch korrekt edierte Quellensammlung für die Forschung sein will.

Willnauer, Franz
Franz Willnauer, geboren 1933 in Enns, Oberösterreich, arbeitete zunächst bei der Universal Edition sowie als Kulturredakteur u.a. beim FORVM. Von 1986 bis 1991 Generalsekretär der Salzburger Festspiele. Er lebt bei Köln. Bei Zsolnay gab er zuletzt heraus: Gustav Mahler: "Mein lieber Trotzkopf, meine süße Mohnblume". Briefe an Anna von Mildenburg (2006) und Gustav Mahler. "Verehrter Herr College!" Briefe an Komponisten, Dirigenten, Intendanten (2010). 2016 ist der neue Briefeband Gustav Mahler. "In Eile - wie immer!" Neue unbekannte Briefe erschienen.

"Eine interessante Lektüre mit pointierten Einleitungstexten zu den 35 versammelten Briefpartnern." Michael Wackerbauer, Neue Musikzeitung, 14.04.16

"Willnauer gibt Einblick in den intellektuellen Kosmos dieses unsagbar fleißigen Künstlers sowie in ein Stück europäischer Musik- und Geistesgeschichte." Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten, 30.04.16

"Wer sich für Leben und Werk Gustav Mahlers interessiert, der sollte wie immer und hoffentlich ohne Eile zu diesem neuen Band greifen." Jens Malte Fischer, Süddeutsche Zeitung, 29.05.16

"Eine gründlich edierte Sammlung, die vielschichtig informiert und vor allem schillernde Einblicke in ein Leben gewährt, das Mahler selbst als "keine schön geordnete Kommode" bezeichnet." Yvonne Petitpierre, Deutschlandfunk, 14.06.16
Mehr von Gustav Mahler

73 Min.
ARTHAUS MUSIK , 2022
DVD
  • Noch nicht erschienen. Erscheint laut Verlag am 01.01.2022.
19,95 €

73 Min.
ARTHAUS MUSIK
Blu-Ray Disc
  • Sofort lieferbar
24,95 €

4. und 5. Satz. Urlicht / Die Auferstehung
CARUS
Kartoniert/Broschiert
  • Sofort lieferbar
16,95 €
  • Das könnte Sie auch interessieren
C:\Internet\bonifatius\web\www_media\