Am Anfang war der Dreiklang, m. Audio-CD

Eine Harmonielehre mit Hörbeispielen

  • Sofort lieferbar
19,95 €
inkl. MwSt.
medienprofile-Rezension

Harmonielehre und Satztechnik für anspruchsvolle Musiklaien - mit beispielreicher Begleit-CD.
Seit über 500 Jahren sind die Hörgewohnheiten unseres Kulturkreises immer intensiver von Dur- und Moll-Akkorden geprägt, es wird da im Laufe der Zeiten durch zusätzliche Terzen-Schichtung immer farbenreicher. Das gilt nicht nur für Klassik-Hörer, denn auch die Populär- und Jazzmusizierenden bauen bei ihren Musikverläufen auf eine Dreiklangharmonik. Erst zu Beginn des 20. Jh. bemühten sich dann Arnold Schönberg und seine Schüler, durch Atonalität und Dodekaphonie der Dreiklang-Harmonik ein Ende zu bereiten - die damals schon überaus komplexe Harmonik aus der Hör- und Kompositionswelt wurde allerdings damit nicht abgelöst. - Beginnend mit der Einführung elementarer Begriffe zu Akkordlehre und vertikaler / horizontaler Sicht in der Harmonik führt der Autor hier illustriert von realen Beispielen durch die jeweilige Zeit: Nach der Oktave als erstem Zusatzklang kommen Quint, dann Quart und schließlich Terzen dazu (Dur, Moll); Intervallumkehrungen bereichern sehr und Septimakkorde werden auch immer selbstverständlicher ... Bach und Wagner sind in passender Weise besonders hervorgehoben. - Michael Wersin gliedert seine Kapitel in Renaissance bis Hochbarock, Spätbarock, Klassik, Romantik und Impressionismus und erörtert zum Schluss sehr passend "Dreiklang am Ende oder doch nicht?" Das mit einer 99 Beispiele-CD und großem Register ausgestattete, spannende, sehr gut verständliche und interessante Buch könnte seine Dienste auch als Einstieg zum Musikstudium leisten. Es ist aber in erster Linie für den interessierten Musiklaien gedacht und kann Büchereien sehr empfohlen werden.

Dreiklänge und ihre Erweiterungen gehören zu den elementaren musikalischen Ausdrucksmitteln. Ohne Dreiklang keine Kadenz, keine von Harmonien bestimmte musikalische Form. Mit dem Dreiklang begann es, dann erweiterten sich die harmonischen Ausdrucksformen im Laufe der Musikgeschichte. Im 19. Jahrhundert beispielsweise bringt Richard Wagner in dem berühmten Tristan-Akkord die klassische Dreiklangharmonik ins Schweben. Im 20. Jahrhundert schließlich löst sich die Dreiklangharmonik auf. Michael Wersin dokumentiert in seiner historischen Harmonielehre diese Entwicklung von den Anfängen im Frühbarock über Bach, Haydn und Schumann bis in die Moderne mit Debussy. Technische Details betrachtet er nicht isoliert. Für ihn sind sie vielmehr wesentliche Elemente der Musik, die ihr erst ihre eigentliche Ausdruckskraft verleihen. Die Hörbeispiele auf der beiliegenden CD machen es leicht, die Erläuterungen akustisch nachzuvollziehen.Wer Musik liebt, wer selbst musiziert, lernt hier, harmonische u
nd satztechnische Zusammenhänge zu verstehen. Und ganz nebenbei gewinnt er ein tieferes Verständnis von Musik überhaupt.

Wersin, MichaelMichael Wersin wurde 1966 in Bielefeld (Deutschland) geboren. Er studierte in München Gesang, Gehörbildung, Chordirigieren und Musikwissenschaft und ist am Konservatorium Feldkirch (Vorarlberg) als Professor für Musikgeschichte, an der Musikhochschule Luzern als Gastdozent und am Priesterseminar "Germanicum" in Rom als Stimmbildner und Sprecherzieher beschäftigt. An der diözesanen Kirchenmusikschule St. Gallen ist er Dozent und Studienleiter der klassischen Kirchenmusikstudiengänge. Bei der St. Galler Dommusik leitet er das Profiensemble "Cappella Vocale" und ist verantwortlich für eine Barockkonzert-Reihe. Darüber hinaus schreibt er für das deutsche Klassik-Magazin RONDO.
Mehr von Michael Wersin

Eine Anleitung
RECLAM, DITZINGEN
Kartoniert/Broschiert
  • Fehlt kurzfristig am Lager.
11,95 €

RECLAM, DITZINGEN
Kartoniert/Broschiert
  • Sofort lieferbar
7,80 €

Eine Anleitung
RECLAM, DITZINGEN
Gebunden
  • Fehlt kurzfristig am Lager.
19,95 €
  • Das könnte Sie auch interessieren
C:\Internet\bonifatius\web\www_media\