Kriegslicht

Roman

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Evelyn Cölln
KÖB-Mitarbeiterin
London im Jahr 1945: Nathaniel ist 14, als seine Eltern ihn und seine nur wenig ältere Schwester Rachel in der Obhut ihres Untermieters zurücklassen, den die Kinder für kriminell halten. Angeblich müssen Nathaniels Eltern aus beruflichen Gründen für ein Jahr nach Asien ziehen, doch schon bald nach ihrer Abreise entdeckt er im Keller den gepackten Koffer seiner Mutter. Aus der Ich-Perspektive berichtet Nathaniel Jahrzehnte später von seiner Kindheit, dem Untermieter und seinen Freunden, die zu seiner Ersatzfamilie werden, und seinem Bemühen, mehr über den Verbleib seiner Eltern herauszufinden. "Kriegslicht" ist ein derart facettenreicher und authentischer Roman, dass es mich völlig überrascht hat, in der Danksagung zu lesen, dass er ein "Werk der Fiktion" und keine Autobiografie ist. Keine leichte Kost, aber absolut lesenswert!

Nach Kriegsende wird der vierzehnjährige Nathaniel mit seiner Schwester Rachel von den Eltern in London zurückgelassen. Der geheimnisvolle "Falter", der sie in Obhut genommen hat, und dessen exzentrische Freunde kümmern sich fürsorglich um sie. Wer aber sind diese Menschen wirklich? Und was hat es zu bedeuten, dass die Mutter nach langem Schweigen aus dem Nichts wieder zurückkehrt? "Meine Sünden sind vielfältig", wiederholt sie, mehr gibt sie nicht preis. Als er erwachsen ist, beginnt Nathaniel die geheime Vergangenheit seiner Mutter als Spionin im Kalten Krieg aufzuspüren. Fünfundzwanzig Jahre nach dem "Englischen Patienten" hat Michael Ondaatje ein neues Meisterwerk geschrieben.

Ondaatje, Michael
Michael Ondaatje, 1943 in Sri Lanka geboren, lebt heute in Toronto. Mit seinem Roman Der englische Patient (Hanser, 1993), für den er den Man Booker Prize und zum 50-jährigen Jubiläum des Preises im Jahr 2018 den Golden Man Booker Prize erhielt, wurde er weltberühmt. Im Hanser Verlag erschienen zuletzt Buddy Boldens Blues (1995), Die gesammelten Werke von Billy the Kid (1997), Anils Geist (Roman, 2000), Handschrift (Gedichte, 2001), Divisadero (Roman, 2007), Katzentisch (Roman, 2012) und Kriegslicht (Roman, 2018).

"Eltern verschwinden, zwei Geschwister sind in London auf sich zurückgeworfen. Behutsam erzählt, aus Sicht der Kinder." Susanne Mayer, Die Zeit, 22.11.18

"Ein poetischer Agentenroman voller Spannung und überraschender Wendungen, erzählt von einem absoluten Könner." Zeit Literatur, 41/2018

"Das ist eine wirkliche literarische Tat ... Sehr, sehr empfehlenswert." Denis Scheck, ARD Druckfrisch, 07.10.18

"Ondaatje beschreibt atmosphärisch so dicht, dass man gerne mit ihm nach den Bruchstücken welcher Wahrheit auch immer sucht. Der kanadische Schriftsteller ist eben ein Großmeister seiner Zunft". Antje Weber, Süddeutsche Zeitung, 08.09.18

"Bereits Ondaatjes erster Satz packt den Leser und wird ihn 300 Seiten lang nicht mehr loslassen: 'Im Jahr 1945 gingen unsere Eltern fort und ließen uns in der Obhut zweier Männer zurück, die möglicherwiese Kriminelle waren.'" Sigrid Löffler, Ö1 Ex libris, 02.09.18

"Ondaatjes Roman liest sich wie eine verspätete, fabelhafte B-Seite des 'englischen
Patienten': Wieder ist es eine große Erzählung über das Trauma des Krieges und die Träume danach." Christoph Farkas, Stern, 30.08.18

"Die Ondaatje-Atmosphäre nimmt einen in 'Kriegslicht' erneut gefangen." Sacha Verna, NZZ am Sonntag, 26.08.18

"Ein packender Roman von der ersten bis zur letzten Seite." Sigrid Löffler, Deutschlandfunk Kultur, 23.08.18

"Ein atmosphärisch starkes Buch, das auch von den unausgesprochenen Traumata des Krieges erzählt." Christoph Schröder, Deutschlandfunk, 20.08.18

"Es sind Zwischenstufen, Grautöne, unmerkliche Übergänge sowie feinste Abschattierungen, die 'Kriegslicht' derart faszinierend anreichern." Tobias Döring, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.08.18

"Sensationell. Ein richtig aufregendes Thema." Thea Dorn, ZDF Literarisches Quartett, 10.08.18

"'Kriegslicht' ist ein Roman großer literarischer Könnerschaft, mit der Routine eines brillanten Autors geschrieben." Thomas E. Schmidt, Die Zeit, 09.08.18

"Michael Ondaatje fühlt sich als Autor wohl
im Dunkel, dort wo unter der Oberfläche des für alle Sichtbaren eine zweite Welt existiert, in der sich seine Figuren bewegen ... Wir haben es mit Agenten zu tun. Mit Menschen, die verschlüsselte Botschaften senden ... Wenn Ondaatje loserzählt, wachsen seinem Roman Flügel." Verena Lueken, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 05.08.18

"Je länger Sie ihn lesen, desto wacher werden Sie es tun. Es sind so viele Schönheiten in diesen Text eingewoben ... Ein Glücksgefühl." Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 11.08.18

"Der Roman hat nur gut 300 Seiten, aber wirkt erfüllend wie ein Epos, der das Wesen einer Ära einfängt."Anne Haeming, Spiegel Online, 11.08.18
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