Was hast Du hinter Dir gelassen?

Stimmen aus dem vergessenen Krieg im Jemen

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Alexandra Hauck
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borro medien gmbh, Bonn
Mit "Was hast du hinter dir gelassen?" hat Bushra al-Maktari ein beklemmendes Buch über die Brutalität der Menschen, vor der die Welt scheinbar die Augen verschließt, geschrieben. Es sind erschütternde Einblicke in Familienschicksale im "vergessenen Krieg", der seit 2015  im Jemen herrscht.
Die Journalistin selbst bleibt parteilos und begibt sich unter Lebensgefahr zu den Menschen im Land. Sie gibt ihnen eine Stimme, die so unvorstellbar Schreckliches beschreibt.

Das Buch lässt mich als Leserin beinahe ohnmächtig zurück. Gleichzeitig bin ich sehr dankbar für den Blick in eine Welt, die so nah ist und so fern scheint.
 

Zehntausend Zivilisten sind im Jemen-Krieg bereits ums Leben gekommen. Doch aus dem Alltag inmitten des mörderischen Konflikts ist sehr wenig bekannt. Die jemenitische Autorin und Journalistin Bushra al-Maktari reiste inkognito durchs Land - inspiriert von der Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch - und sprach unter Lebensgefahr mit ihren Landsleuten. Sie verleiht den Opfern dieses vergessenen Krieges Namen, Gesichter, Stimmen. Zum Beispiel Nassiba, deren kleine Tochter starb, weil sie sie im falschen Moment zum Krämerladen schickte. Oder Ahmad, dessen Bruder von einer Rakete zerfetzt wurde. Mit ihrem aufrüttelnden und stilistisch dichten Buch zwingt uns al-Maktari hinzuschauen. Ein schonungsloses Zeugnis, das uns den horrenden Preis des Krieges schmerzhaft bewusst macht.

al-Maktari, Bushra
Bushra al-Maktari (geb. 1979) ist Schriftstellerin und Journalistin und lebt in Sanaa. Im Arabischen Frühling 2011 führte al-Maqtari im Jemen Proteste gegen den Autokraten Ali Abdallah Saleh an. Daraufhin verhängten konservative Religionsführer eine Fatwa über sie und forderten ihren Tod. Sie hat bereits eine Prosasammlung und einen Roman verfasst und 2013 den Françoise Giroud Award for Defence of Freedom and Liberties in Paris und den Leaders for Democracy Prize des Project on Middle East Democracy in Washington erhalten.
Schreiber, Constantin
Constantin Schreiber (1979) moderiert die »Tagesschau« und das ARD-»Nachtmagazin« sowie das NDR-Medienmagazin »zapp« und berichtet vertretungsweise als ARD-Korrespondent aus dem Studio Kairo. Er spricht fließend Arabisch. Einen Namen gemacht hat er sich als Moderator von arabischen TV-Sendungen, zum Beispiel in Ägypten. Für die deutsch-arabische Talkshow »Marhaba - Ankommen in Deutschland«, in der er Geflüchteten das Leben in unserem Land erklärt, wurde er 2016 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Schreiber arbeitete nach Abschluss seines Jura-Studiums mehrere Jahre als Reporter in Beirut und Dubai. Er ist Herausgeber der Schriften des saudischen Bloggers und Sacharow-Preisträgers Raif Badawi, der wegen freier Meinungsäußerung inhaftiert ist. Mit seiner 2019 gegründeten Deutschen Toleranzstiftung setzt er sich für unterkulturellen Austausch im In- und Ausland ein.
Hetzl, Sandra
Sandra Hetzl (1980 in München) übersetzt literarische Texte aus dem Arabischen, u.a. von Rasha Abbas, Aref Hamza, Kadhem Khanjar, Aboud Saeed sowie Raif Badawi. Sie ist Gründerin des Kollektivs 10/11 für neue arabische Literatur.

"Al-Maktaris Buch - ist Störfeuer und Weckruf zugleich, es reißt aus Gleichmut und Bequemlichkeit. Ein wichtiges und herausragendes Buch, ein schreckliches Buch - eindringlich und in seiner Intensität kaum auszuhalten.", Deutschlandfunk, Susanne El Khafif, 03.08.2020
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